Hochleistungssport in malerischer Landschaft

23 Pferd-Reiter-Paare waren der Einladung von Romina Stolze und Dr. Ina Drewes zum ersten „Blick ins Oderland-Distanz“ gefolgt und starteten von Biesdorf aus Strecken zwischen 47 und 90 Kilometern Länge. Eine ordentliche Herausforderung, die man der Landschaft nicht auf Anhieb ansah. Von Steffen Blunk

„Blick ins Oderland-Distanz“ ist der Titel des ersten Märkisch-Oderländer Distanzreitens, das am 13. Juni stattgefunden hat. Und passender könnte der Name nicht sein: Weit geht der Blick in die Landschaft hinter Timo Scheibs Hof, über Wälder, Wiesen und Felder, in sanfte Täler und auf weiche Hügel. 23 Pferd-Reiterpaare und zwei Distanzfahrer:innen mit ihren Fahrpferden waren am Freitag, den 12 Juni nach Biesdorf, Wriezen angereist, um am darauffolgenden Tag zu starten. Eingeladen hatten Romina Stolze und Dr. Ina Drewes, beide selbst begeisterte Reiterinnen, die an diesem Wochenende jedoch alle Hände voll zu tun hatten und nicht selbst mitreiten konnten.

Im Gespräch mit dem BLICK zeigten sich einige der Teilnehmerinnen begeistert von der wunderschönen Landschaft, die bei aller Sanftheit für Pferd und Reiter hohe Anforderungen bereithielt. Die zurückgelegten Distanzen waren zwischen 47 und 90 Kilometern lang, führten über Haselberg, Harnekop, Wollenberg, Bad Freienwalde, Sonnenburg, Altranft, Rathsdorf und Wriezen und forderten die Überwindung unerwarteter Höhenmeter: In der Summe aus Auf- und Abstiegen waren es selbst bei den Einführungswettbewerben 800 Höhenmeter beim Reiten beziehungsweise 1000 Höhenmeter beim Fahren. Bei der 90 Kilometer-Distanz waren 2140 Höhenmeter zu überwinden.

Das Wetter war wechselhaft und kam den Pferden zugute, Distanzreiten ist Höchstleistungssport. Die Gesundheit der Pferde wird dabei penibel im Blick behalten. Gründliche tierärztliche Untersuchungen vor dem Start, unangekündigte Kontrollen an mehreren Stellen der Strecke und ausgiebige Nachuntersuchungen sind feste Bestandteile der Wettbewerbe. Wegen des anspruchsvollen Geländes blieben die Durchschnittsgeschwindigkeiten deutlich unter den sonst zu erwartenden Zeiten zurück. „Aber genau darum geht es beim Distanzreiten“, so die Veranstalterinnen: „Mit einem gesunden Pferd ins Ziel zu kommen. Angekommen ist gewonnen!“

Den langen Distanzritt über 90 Kilometer absolvierte Paula Cetto auf ihrem 9jährigen Hengst Zampel AA in neun Stunden und 20 Minuten und sicherte sich damit den ersten Platz. Auf dem mittleren Distanzritt über 62 Kilometer platzierte sich die Reiterin Julia Zielinski auf ihrem Pferd Romeo mit einer Reitzeit von sechs Stunden und sieben Minuten auf dem ersten Platz. Den ersten Platz auf dem kurzen Distanzritt über 47 Kilometer sicherte sich Gerun Golde auf ihrer Vollblutstute Fresanta mit einer Reitzeit von vier Stunden und 45 Minuten.

Die Freiwillige Feuerwehr Lüdersdorf kümmerte sich das Wochenende über um das leibliche Wohl von Reitern und Helfern. Außerdem wurde der Distanzritt von vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt und Firmen sponserten hochwertige Preise. „Hervorzuheben ist auch die vielfältige Unterstützung durch die Stadt Wriezen. Ihr Bürgermeister Karsten Ilm ließ es sich nicht nehmen, auch in Biesdorf vorbeizuschauen und der Siegerehrung beizuwohnen“, freuen sich Ina Drewes und Romina Stolze. 2027 wird eine Wiederholung folgen: Die 2. Blick-ins-Oderland-Distanz findet am 12.6.2027 statt.

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23 Pferd-Reiter-Paare waren der Einladung von Romina Stolze und Dr. Ina Drewes zum ersten "Blick ins Oderland-Distanz" gefolgt und starteten von Biesdorf aus Strecken zwischen 47 und 90 Kilometern Länge. Eine ordentliche Herausforderung, die man der Landschaft nicht auf Anhieb ansah.

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