Ährensache: Oderbruchmuseum lädt zum Binden der Erntekronen ein

Am 5. September findet rund um das Oderbruchmuseum in Altranft ein Programmtag statt, der sich nicht nur mit Erntekronen beschäftigt: außergewöhnliche Musik, gemeinsames Kochen und Essen und die Eröffnung einer Ausstellung im Schloss locken zum mehrstündigen Verweilen. Von Steffen Blunk

Handwerk mit Tradition: Der Altranfter Traditionsverein zeigt Gästen die Feinheiten des Kronenbindens. Foto: Alex Schirmer

Das traditionelle Erntekronenbinden, das dem Programmtag auch seinen Namen gibt, beginnt um 11 Uhr am Fischerhaus. Das Binden erfordert handwerkliches Geschick und wird Teilnehmenden von den Mitgliedern des Altranfter Traditionsvereins gezeigt. Dabei können die Gäste sowohl traditionelle Kronen binden, als auch experimentieren und eigene Ideen ausprobieren. Geplant ist das Ernstekronenbinden bis 15 Uhr, eine Anmeldung ist erwünscht: info@oderbruchmuseum.de
Während Kai Kreuzmann den Backofen anwirft, verrät Fabio Floresi seine Rezepte für frisch gemachte Nudeln und Tagliatelle nach Hausfrauenart aus der italienischen Region Emilia-Romagna. Es wird gemeinsam gekocht und gegessen. Die Kochwerkstatt beginnt zum einen um 12 Uhr, zum anderen um 14 Uhr und dauert jeweils etwa 90 Minuten. Die Plätze sind begrenzt, deswegen ist hier eine Anmeldung notwendig: m.buhmann@oderbruchmuseum.de.
Während am Fischerhaus Erntekronen gebunden werden, spielt die Musikerin Joanna Kordylewicz mittelaterliche Fidel. das Instrument wurde 1985 in einem städtischen Brunnen in Plock in Polen gefunden und nach Jahrhunderten in Vergessenheit zu neuem Leben erweckt. Ein bezaubernder, archaischer Klang trägt eine reiche Geschichte in die Gegenwart.

Granatapfel von Dana Bormann in der Ausstellung„Ganz oder Bruch“. Foto: Dana Bormann

Um 15 Uhr wird im Bildersalon des Schlosses die Ausstellung „Ganz oder Bruch – Vom Sumpf in die Pleite? Zwischen Artensterben und Monokultur“ eröffnet. Zu sehen sind Fotografien von Malerei und Installation, sowie Klang und Video von Dana Borman und Sander Bartel. Die Beiden arbeiten zusammen an der Schnittstelle von Kunst, Ökologie, Wissenschaft und gesellschaftlicher Transformation. Insbesondere seit der Auseinandersetzung mit dem Odersterben verbindet sie eine gemeinsame Beschäftigung mit dem Land und seinem Leben. Im Zentrum steht die Frage, wie Landschaft entsteht, wem sie gehört, wer über sie verfügt und wie ein anderes Verhältnis zwischen Menschen, anderen Lebensformen und den gemeinsam geteilten Lebensräumen möglich werden kann.
Ihre Arbeiten untersuchen Biodiversitätsverlust, Artensterben, Landwirtschaft, Tierhaltung und Landnutzung ebenso wie die dahinterliegenden historischen, politischen und ökonomischen Strukturen. Sie verbinden künstlerische Recherche, Feldbeobachtung und wissenschaftliche Erkenntnisse mit Malerei, Klang, Video und Installation. (Quelle: Pressemitteilung / https://oderbruchmuseum.de/termine/a%cc%88hrensache/)

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