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Nur Positives
Aus Problemen Chancen machen: Das Ausgabeterminal am Markt Eggersdorf
Die Idee sollte Bürgerinnen und Bürgern mehr Flexibilität bringen: Das Ausgabeterminal am Markt in Eggersdorf. Das ging nicht ohne Hürden. Mit Stephan Schwabe, Fachbereichsleiter Bürgerdienste und Standesbeamter der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf, sprachen wir über Umsetzbarkeit, Hürden und Chancen. Von Juliane Roschitz
Herr Schwabe, wofür ist dieses Terminal gedacht?
Ursprünglich war es zur Abholung von Personalausweisen und Reisepässen gedacht.
Wer hatte die Idee dazu und aus welcher Motivation heraus?
Die Idee kam aus der Verwaltung selbst. Intention war es Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu bieten, ihre fertigen Dokumente auch außerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses abzuholen und Abholtermine zu den Sprechzeiten im Meldeamt zu minimieren.
Was kann hier alles abgeholt werden?
Aktuell nur Ausweisdokumente des Meldeamtes. Eine darüberhinausgehende Nutzung ist aber in Planung. Vorstellbar wären online reservierte Bücher und Medien aus unserer Bibliothek oder auch Schlüsselchips für die Nutzung kommunaler Räumlichkeiten. Diese sind zum größten Teil auf elektronische Schließanlagen umgerüstet worden.
Seit wann gibt es die Möglichkeit, hier Dokumente abzuholen?
Seit dem Herbst 2021 kann das Terminal genutzt werden.
Welche Voraussetzungen müssen Menschen erfüllen, um diesen Service nutzen zu können?
Bei der Beantragung von Dokumenten können Bürgerinnen und Bürger angeben, ob sie das Terminal nutzen wollen. Dann benötigen sie lediglich eine E-Mail-Adresse und vorzugsweise ein Smartphone zum Empfang der Bestätigungsmail, die versendet wird, wenn das Dokument in das Terminal eingelegt wird. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme muss ein Fingerabdruck hinterlegt werden, der bei der Abholung am Terminal geprüft wird.
Wie funktioniert es?
Relativ einfach. Der Hersteller des Terminals stellt vorrangig Paketboxen/Paketautomaten für Versanddienstleister her. Wenn ein Dokument eingelegt wird, versendet das Terminal automatisch eine E-Mail mit einem digitalen Code. Dieser Code wird dann am entsprechenden Lesegerät des Terminals vorgezeigt und es folgt die Aufforderung zum Scannen des Fingerabdrucks. Anschließend öffnet sich das betreffende Fach und die darin enthaltenen Dokumente können entnommen werden. Leider sind wir hier gelegentlich mit technischen Problemen im Bereich des Fingerabdruckscanners geplagt, was die Akzeptanz des Gerätes etwas verringert. Bei der angedachten Abholung von Büchern/Medien oder Schlüsselchips würde die Prüfung des Fingerabdrucks entfallen. Dies würde dem Ansinnen – möglichst einfach und ohne zusätzliche Vor-Ort-Termine die gewünschten Dinge zu erhalten – entsprechen und ist hierfür auch nicht zwingend erforderlich.
Wird es gut angenommen?
Aufgrund gelegentlich auftretender technischer Probleme und leider einiger rechtliche Hürden, die außerhalb unserer Möglichkeiten liegen, nicht ganz so gut wie erhofft. Aber wir arbeiten daran.
Inwiefern profitiert die Gemeinde von diesem Angebot?
Vorrangig profitieren die Bürgerinnen und Bürger von diesem Angebot. Sie sind wesentlich flexibler in der Abholung. Wir reduzieren die Anzahl der direkten Termine im Meldeamt und senken damit eventuelle Wartezeiten. Verwaltungsintern ist der Aufwand, der durch die notwendigen zusätzlichen Schritte in der Nutzung des Ausgabeterminals entsteht, also Aufnahme als Ausgabeort, Befüllung des Terminals, und so fort, vergleichbar mit der Dauer einer normalen direkten Abholung. Hier sind kaum Einsparpotenziale zu verzeichnen.
Mehr Positives
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