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Gemeinsam mobil: Prötzeler BürgerBus verbindet Menschen

Gemeinsam mobil: Prötzeler BürgerBus verbindet Menschen
Übergabe des Busses 2024: Simona Koß, ehrenamtliche Bürgermeisterin von Prötzel, Frank Fiedler, Amtsdirektor des Amtes Barnim-Oderbruch, Frederike Haase, Staatssekretärin im Arbeitsministerium, damals noch in der Staatskanzlei. Die Freude hält bis heute an. Foto: N.N.

Seit 2024 ist der Bürgerbus der Gemeinde Prötzel im Einsatz. Der – übrigens vollelektrische – Kleinbus war Anfang November übergeben worden und dient seitdem als ehrenamtlich organisierter Fahrdienst für die Ortsteile Prötzel, Prädikow und Sternebeck. Von Steffen Blunk

„Mit großer Freude können wir als Gemeinde Prötzel sagen, dass unser Bürgerbus längst mehr geworden ist als nur ein Fahrzeug“, bewertet Prötzels Bürgermeisterin Simona Koß die Investition: „Er ist ein Zeichen für Zusammenhalt, Miteinander und gelebte Gemeinschaft.“

Die Gemeinde habe es sich zum Ziel gesetzt, Menschen miteinander zu verbinden und Mobilität zu sichern, insbesondere ältere Menschen, Kinder, Jugendliche oder Bürgerinnen und Bürger mit eingeschränkter Mobilität, so die ehrenamtliche Bürgermeisterin: „Der Bürgerbus ermöglicht Fahrten zu Treffpunkten, Veranstaltungen, Einkaufsmöglichkeiten oder gemeinschaftlichen Aktivitäten und stärkt damit das soziale Miteinander in unserer Gemeinde.“ Aufgeladen wird der E-Bus an einer Ladestation in Harnekop, wo auch sein Carport steht. Die Reichweite von rund 300 Kilometern – im Winter weniger, im Sommer mehr – sei für die Zwecke der Gemeinde ausreichend, sagt Simona Koß: „Das reicht sogar in unsere Partnergemeinde Bodaniec und zurück.“

Mobilität ist gerade im ländlichen Raum ein schwieriges Thema und keineswegs selbstverständlich (siehe auch:
https://mol-blick.de/oepnv-in-maerkisch-oderland-viel-luft-im-laendlichen-raum/). Simona Koß: „Umso schöner ist es, dass wir mit dem Bürgerbus ein Angebot schaffen konnten, das Menschen zusammenbringt und den Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger erleichtert.“ Dabei richtet sich der Bürgerbus ausdrücklich an alle Generationen – an Seniorinnen und Senioren ebenso wie an Familien, Kinder, Jugendliche und alle, die Unterstützung im Alltag oder bei gemeinsamen Aktivitäten benötigen.

„Besonders am Herzen liegt uns, dass Menschen wieder unbeschwert an Veranstaltungen teilnehmen können. Ob Dorffest, Vereinsabend, Kulturveranstaltung oder gemütliches Beisammensein – niemand soll sich Gedanken machen müssen, wie er sicher nach Hause kommt.“ Der Bürgerbus biete laut Simona Koß „eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsam unterwegs zu sein und gleichzeitig verantwortungsvoll zu handeln. Niemand soll gezwungen sein, nach einem schönen Abend selbst Auto zu fahren, wenn vielleicht auch Alkohol im Spiel war. Sicherheit und Gemeinschaft gehören für uns zusammen.“

Ebenso wichtig sei der Gemeinde die Unterstützung von Familien sowie Kindern und Jugendlichen: „Gerade in unseren Ortsteilen sind Wege oft weit. Nicht immer können Eltern jede Fahrt übernehmen. Deshalb freuen wir uns besonders, wenn der Bürgerbus dabei hilft, Kinder zu Spielenachmittagen, Kursen, Vereinsangeboten oder Freizeitveranstaltungen zu bringen oder wieder abzuholen. Auch Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und unkompliziert mobil zu sein.“

Möglich wurde das Projekt durch eine Förderung des Landes Brandenburg. Der Bürgerbus Prötzel wurde aus dem Landesprogramm „Zusammenhalt in kleinen Gemeinden und Ortsteilen“ der Staatskanzlei Brandenburg unterstützt. Insgesamt 10 Millionen Euro hatte die damalige Regierung zwischen 2022 und 2024 in diesem Programm zur Verfügung gestellt, rund 170 Projekte wurden gefördert.

„Der Bürgerbus lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen“, so Simona Koß: „Bürgerinnen und Bürger engagieren sich als Fahrerinnen und Fahrer und schenken damit Zeit, Unterstützung und ein Stück Lebensqualität für unsere Gemeinde. Dieses Engagement verdient großen Respekt und Anerkennung.“

Wichtig sei außerdem die enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis Märkisch-Oderland sowie der Arbeitsgruppe Bürgerbus. Dort finde ein regelmäßiger Austausch statt, damit sich die Angebote sinnvoll ergänzen und keine Überschneidungen mit dem regulären Busverkehr entstehen. Simona Koß: „Der Bürgerbus versteht sich ausdrücklich als Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr – flexibel, bürgernah und dort hilfreich, wo zusätzliche Unterstützung gebraucht wird.“

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