Geburtshilfe im Krankenhaus Strausberg eingestellt

Die Geburtshilfe im Krankenhaus Strausberg kann die Anforderungen der Krankenhausreform weder kurz- noch langfristig erfüllen. Sie wurde deshalb zum 29. Juni eingestellt. Die Immanuel Klinik Rüdersdorf übernimmt die Versorgung. Von Juliane Roschitz 

Rüdersdorf übernimmt die Geburtshilfe von Strausberg. Für werdende Mütter bedeutet das oft längere Wege. Foto: Madlen Deutschenbaur auf Pixabay

Die aktuelle Personalsituation, keine eigene Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin am Standort und die allgemein sinkenden Geburtenraten führten zur Schließung der Geburtshilfe im Krankenhaus Strausberg. Der frühere Zeitpunkt der Schließung beruhte auf der aktuellen Personalsituation.

Das Ziel der Krankenhausreform ist es eine dauerhafte, hochwertige und flächendeckende medizinische Versorgung sicherzustellen. Dazu werden Leistungsgruppen definiert und höhere Fallzahlen festgelegt. Die Behandlungsqualität und Patientensicherheit soll so verbessert und die Versorgung effizienter werden.

Die erforderlichen Fallzahlen liegen in Strausberg weder aktuell noch in der Hochrechnung für 2026 vor. Zudem kann der Krankenhausstandort Strausberg keine Kinder- und Jugendmedizinische Abteilung vorhalten, welche für die Geburtshilfe nun erforderlich ist. Die Hochrechnung der Fallzahlen für 2026 liegen für Strausberg bei 125. Die erforderliche Höhe der Fallzahlen bei 200. Die Versorgung werdender Mütter bleibt gesichert. Die Immanuel Klinik Rüdersdorf kann die Versorgung übernehmen. Die Klinik erfüllt mit eigener Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin und einer aktuellen Geburtenzahl von 895 in 2025 die Kriterien der Krankenhausreform.

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