Unter dem Motto „Bodenleben. Bodenlos.“ fand im Ökospeicher in Wulkow am 3. Oktober das erste Bodenfestival statt. Mit einem bunten Programm von Fotoausstellung über Mikroskop bis Trenntoilette wurde die Beziehung zum Mikrokosmos unter unseren Füßen den Besucher:innen näher gebracht.
Kinder fordern Tempo 30 in Prötzel – Staatssekretär will unterstützen
Auf Einladung der Prötzeler Bürgermeisterin Simona Koß kam Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Brandenburger Infrastrukturministerium, am Freitag, den 16. Oktober, nach Harnekop. Hier stellte er sich den Bürgerfragen und nahm eine Petition Prötzeler Schüler:innen entgegen. Gastautorin: Simona Koß, Redaktion: Steffen Blunk
Am Freitag, den 16. Oktober 2026, hatte ich als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Rund 40 Gäste aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten waren der Einladung gefolgt. Mein Anliegen war es, die Menschen vor Ort mit der Landespolitik ins direkte Gespräch zu bringen, unsere Projekte vorzustellen und gemeinsam über die Herausforderungen und Zukunftsperspektiven unserer ländlichen Region zu sprechen.
Zu Beginn des Termins konnte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich beeindruckt von der baulichen Gestaltung, aber vor allem auch von den vielfältigen Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben und das Dorfleben aktiv mitgestalten können. Gerade im ländlichen Raum sind solche Begegnungsstätten von großer Bedeutung. Sie schaffen Raum für Austausch, stärken den Zusammenhalt und machen unsere Dörfer attraktiver.
Ein weiterer Schwerpunkt waren unsere Bürgerbusprojekte. Neben dem Bürgerbus der Gemeinde Prötzel stellten auch Gäste aus Wesendahl ihr Bürgerbusprojekt vor. Gemeinsam wurde erläutert, wie die Projekte organisiert sind, welche Herausforderungen im Alltag bestehen und wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für ihren Erfolg ist. Sowohl in Wesendahl als auch in unserer Gemeinde übernehmen ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer eine wichtige Aufgabe. Sie ermöglichen Menschen zusätzliche Mobilität und damit gesellschaftliche Teilhabe – insbesondere dort, wo öffentliche Verkehrsangebote nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.
Der Staatssekretär sah in den Bürgerbusprojekten ein gelungenes Beispiel dafür, wie Eigeninitiative und ehrenamtliches Engagement den Zusammenhalt in unseren Gemeinden stärken können. Für mich zeigen diese Projekte eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und sich füreinander einsetzen.
Ab 18:15 Uhr ging es beim anschließenden Kamingespräch um die Themen, die unsere Bürgerinnen und Bürger bewegen. Neben den aktuellen Aufgaben des Infrastrukturministeriums standen insbesondere die Herausforderungen in unserer Gemeinde und den umliegenden Orten im Mittelpunkt.
Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, Volker-Gerd Westphal auch als Menschen hinter seinem politischen Amt näher kennenzulernen.
Der offene Austausch war mir besonders wichtig. Denn viele Entscheidungen, die auf Landes- oder Verwaltungsebene getroffen werden, haben ganz konkrete Auswirkungen auf das Leben der Menschen vor Ort.
Ein Thema, das mich persönlich besonders beschäftigt, ist die Schulwegsicherheit in unserer Gemeinde. Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen insbesondere für unsere Kinder eine große Herausforderung dar. Hier müssen wir gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, um Gefahren zu reduzieren und sichere Schulwege zu schaffen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär. Die Kinder haben mit ihrer Initiative selbst Verantwortung übernommen und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ihre Sicherheit ist. Dieses Engagement verdient Anerkennung und vor allem Gehör. Auch wenn die Entscheidung über die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht unmittelbar in der Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, Kontakt mit der zuständigen Behörde aufzunehmen.
Die AG Schulwegkonzept der Gemeinde Prötzel arbeitet daran, konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Schulwegsicherheit zu erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns auf dieser Grundlage gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern wirksame Maßnahmen umzusetzen. Denn die Sicherheit unserer Kinder muss für alle Beteiligten oberste Priorität haben.
Auch das Thema seniorengerechtes Wohnen war Bestandteil unseres Gesprächs: Wie schaffen wir es, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Wohnangebote brauchen wir dafür und welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden?
Diese Fragen sind für mich eng mit der Zukunft unserer Dörfer verbunden. Eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten – von den Jüngsten bis zu den Ältesten. Auch wenn es keine direkte Lösung gab, so konnten wir zumindest auf das Problem aufmerksam machen. Der Abend hat für mich noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig es ist, miteinander im Gespräch zu bleiben. Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber der direkte Austausch hilft dabei, Herausforderungen sichtbar zu machen, Zuständigkeiten zu klären und gemeinsam nächste Schritte zu entwickeln. Der Abend hat gezeigt: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich engagieren und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Mehr aus dem Ressort Gesellschaft
In Deutschland steigt die Anzahl der queerfeindlichen Straftaten. Beleidigungen, Gewalttaten, Volksverhetzungen sowie Nötigungen und Bedrohungen. Mehr Sichtbarkeit und Aufklärung soll das verhindern. Mehr Sichtbarkeit führt jedoch zu mehr Angriffen. Vorbeugende Aufklärung für potentielle Täter fehlt.
Auf Einladung der Prötzeler Bürgermeisterin Simona Koß kam Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Brandenburger Infrastrukturministerium, am Freitag, den 16. Oktober, nach Harnekop. Hier stellte er sich den Bürgerfragen und nahm eine Petition Prötzeler Schüler:innen entgegen.
Am 15. Oktober beriet der Bundestag in erster Lesung über das Reservestärkungsgesetz. Was die sogenannte „neue Reserve“ bedeutet, darüber informierte der Standortälteste, Brigadegeneral Sascha Zierold in seiner Reihe „Bundeswehr und Gesellschaft in Strausberg“.
Aus 20 Geschenken wurden 186. In diesem Jahr hofft Patty Kramer auf über 200: Ihre regionale Weihnachtsaktion „Schenken macht glücklich“ geht in die achte Runde und erfreut sich steigender Beliebtheit. Auch in diesem November können Familien wieder gemeinsam Kindern zu Weihnachten Freude bereiten.
Am Sonntag, den 26. September fand jetzt der erste CSD in Strausberg statt. Unter Polizeischutz, aber ungestört. Rund 250 Teilnehmende pochten auf ihr Recht, als normal betrachtet zu werden.
Mit der „Motzbude“ hat das Gutshaus der Zukunft Altfriedland beim Festival „Erichs Erben“ in Neuhardenberg ein neues Dialogformat erprobt. Im Mittelpunkt stand eine einfache Frage: Was bewegt die Menschen vor Ort und wie gelingt es, auch bei sehr unterschiedlichen politischen Ansichten miteinander im Gespräch zu bleiben?
Insgesamt 56 Vorschläge erreichten das Strausberger Rathaus für den Bürgerhaushalt 2027 und, so die Stadtverwaltung, „zeigen damit das beeindruckende bürgerschaftliche Engagement in Strausberg. Ab dem dritten Oktober können die Einwohner:innen jetzt abstimmen, was umgesetzt wird.
Die künstlich erschaffene, trocken gelegte Region ringt um seine Identität. Dabei geht es um Familiengeschichten, Anpassung, Veränderungen, um den Umgang mit Wasser, Wind, Sonne und Erde. Was macht die Region aus? Ist es die stete Veränderbarkeit an sich? Ein Versuch des Verstehens.
Im Kita-Alltag werden Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten schnell in Schubladen gesteckt, die Schuld bei den Eltern gesucht. Die Hürden, Hilfen für neurodivergente Kinder zu erhalten, sind hoch. Eine Elterninitiative im Kreis Märkisch-Oderland will betroffenen Kindern, ratlosen Eltern und überlasteten Betreuer:innen helfen. Ein Gespräch mit Initiatorin Nicole Kirstahler.
Auf Neulinge wirkt Yoga schnell wie eine Aneinanderreihung unmöglich nachzuahmender Verrenkungen. Und das sollen Dreijährige können? „Ja“ sagt Patty Kramer, Inhaberin der Yogilini Spielewelt: Sogar Einjährige könnten mit Yoga beginnen. Ein Interview mit der Kursleiterin über kindliche Freude an Bewegung.
Rettung in letzter Sekunde: das Gutshaus in Altfriedland stand vor dem endgültigen Verfall. Dann übernahm es Familie von Oppen. Und obwohl noch immer Spuren des jahrzehntelangen Verfalls deutlich sichtbar sind, mausert sich das alte Gebäude in Altfriedland zu einem „Gutshaus der Zukunft“. Diese soll hier aktiv gestaltet werden. Ein Interview mit Christian von Oppen.
Entdecke mehr von Der Blick auf Märkisch-Oderland
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
