Wappen und was sie uns sagen wollen - Teil 2: Falkenhagen (Mark)

Viele Gemeinden und Landkreise haben Wappen. Die Geschichten dahinter sind oft unbekannt, aber interessant. Wir stellen die Wappen vor. Diesmal das Wappen von Falkenhagen (Mark). Von Juliane Roschitz

Falkenhagen (Mark) liegt an der südlichen Landkreisgrenze, 17 Kilometer von der Oder entfernt und besteht aus den Gemeindeteilen Falkenhagen, Regenmantel und Georgenthal und den kleinen Siedlungen Grüner Baum, Helenenruh, Jochenshof und Luisenhof. 2024 wohnen hier 670 Menschen.

Das Wappen wurde von der Gemeinde Falkenhagen (Mark) und dem Brandenburgischen Innenministerium neu gestaltet. 2011 wurde es offiziell genehmigt. Es zeigt einen aufschwingenden silbernen Falken mit roten Krallen und rotem Schnabel. Er blickt nach links. Unter ihm ein goldener, geflochtener Zaun auf grünem Boden. Der Hintergrund ist blau. Es ist ein redendes Wappen, mit direktem Bezug zum Gemeindenamen. Dieser tauchte urkundlich erstmals 1321 als Valkenhaghen“ auf und bedeutet – vermutlich – eingezäuntes Gelände in dem Falken lebten oder gehalten wurden. Dafür spricht, dass die Region im Mittelalter ein Jagdgebiet war und Falken für eben diese eingesetzt wurden.

Auf der Webseite der Gemeinde heißt es jedoch: „Man vermutet, das der Name Falkenhagen aus der wendischen Bezeichnung „Ruffo“ für Falk, Habicht abgeleitet wurde. Damit liegt ein Bezug zu der im frühen Mittelalter bedeutenden slawischen Siedlung mit Feste (Burg/Schloß) „Rudowe“, die unter schlesischer bzw. polnischer Herrschaft erbaut wurde, nahe.“ In den digital verfügbaren wendisch-deutsch Übersetzungsseiten konnte kein Bezug des Wortes Ruffo zu Falke oder Habicht gefunden werden.  Auch die Übersetzungen von Falke oder Habicht in die wendische Sprache ergaben keinen entsprechenden Treffer. 

Falls Sie dazu mehr wissen, schreiben Sie uns: wappen@mol-blick.de

Mehr aus dem Ressort Kultur

Viele Gemeinden und Landkreise haben Wappen. Die Geschichten dahinter sind oft unbekannt, aber interessant. Wir stellen die Wappen vor. Diesmal das Wappen von Falkenhagen (Mark) ...

Ein paar Menschen, die einen Ort suchten, als ein erweitertes Wohnzimmer, als Raum für gemeinsame Ideen. Geschaffen haben sie einen Kulturverein mit Herz, Bühne und Haltung: den Pop Up Club Neuenhagen. Ein Interview mit Mitbegründerin Nora Romero ...

Wenn sich an den Kunst-Loose-Tagen Türen von Ateliers, Werkstätten, Höfen und Kirchen öffnen, verwandelt sich das Oderbruch in eine lebendige Landschaft voller Begegnungen, Kreativität und Inspiration. Kunst begegnet den Besucherinnen und Besuchern hier nicht mit Distanz ...

Am 06. und 07. Juni öffnen wieder viele Gärten im Oderbruch ihre Pforten. Dieses Jahr laden 25 Gärten zu einem Besuch ein. Die melancholisch schöne Landschaft des Oderbruchs lädt ein, sich treiben zu lassen und in die liebevoll gestalteten Räume meist privater Gärten einzutauchen. 

Vom 15. bis 17. Mai finden die 28. Kunst-Loose-Tage im Oderbruch statt. 38 Künstler:innen und Künstler öffnen in diesem Jahr ihre Höfe und Ateliers, flankiert von Ausstellungen in Museen und Galerien.

Musikstudium mit Akkordeon in der einen, Bierflasche in der anderen Hand? Geht. Und am Ende kommt auch etwas dabei heraus ...

Der Reichenberger Kulturverein Kultur auf der Höhe hatte am 18. April zum Frühlingskonzert der regionalen Band KiwanoKey eingeladen. Das Konzert fand im Bibliotheksraum des Lebenszentrums Thomas Müntzer in Reichenberg statt, wo zurzeit auch die Landschaftsfotografien von Tilo Schönknecht (Gitarrist und Sänger der Band) ausgestellt sind.

Zu den Kunst-Loose-Tage eröffnet die Galerie Villa Blunk eine neue Ausstellung. Gezeigt werden Bilder von Oliver Ferch und Armin Völckers. Was erwartet den Betrachter?

Mit den Flamenco Jazz Masters holt das Theater am Rand eine Band auf die Bühne, die so vielleicht nur in Berlin enstehen konnte. Denn nur hier trifft eine äußerst lebendige Flamenco-Szene auf eine international bedeutende Jazz-Tradition. Die Musiker um den Flamenco-Gitarristen Tsiachris suchen die Verschmelzung von Beidem.


Entdecke mehr von Der Blick auf Märkisch-Oderland

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.