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	<title>Wirtschaft &#8211; Der Blick auf Märkisch-Oderland</title>
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		<title>Einzelhandel in der Innenstadt: Zeiten werden nicht leichter
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Göritz-Vorhof]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 18:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Dem Einzelhandel geht es schon lange nicht mehr besonders gut. Eine der wesentlichen Ursachen ist der Online-Handel, fast alles lässt sich schnell und oft billiger online bestellen. Wie geht es einem Einzelhändler, der seit 20 Jahren ein Sportfachgeschäft führt?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="8271" class="elementor elementor-8271">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Innenstadthandel: Zeiten werden nicht leichter</h1>				</div>
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									<p style="text-align: left; hyphens: none;">Dem Einzelhandel geht es schon lange nicht mehr besonders gut. Eine der wesentlichen Ursachen ist der Online-Handel, fast alles lässt sich schnell und oft billiger online bestellen. Wie geht es einem Einzelhändler, der seit 20 Jahren ein Sportfachgeschäft führt? Ein Interview mit Karsten Jodl. Von Christian Göritz-Vorhof</p>								</div>
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									<p class="twocolumn"><strong>Welches Warenangebot decken Sie mit Ihrem Sortiment ab?<br /></strong><strong>Jodl:</strong> Im Geschäft biete ich ein Vollsortiment im Sport. Das heißt für Laufen, Schwimmen, Ballsportarten, Wandern und Wintersport biete ich Bekleidung, Schuhe und Sportausstattungen an.<br /><br /><strong>Wie hat sich die Lage in den letzten Jahren für sie entwickelt und wie stellt sich diese für Sie aktuell dar?<br /></strong><strong>Jodl: </strong>Seit der Corona-Krise hat sich das Geschäft tendenziell nach unten entwickelt.<br /><br /><strong>Worin sehen Sie die Ursachen hinter den schwindenden Verkaufszahlen?<br /></strong><strong>Jodl:</strong> Seit Corona haben mehr Menschen online bestellt. Die folgenden Energiekrisen haben die Menschen dann noch dazu veranlasst, nicht zwingend nötige Ausgaben zu reduzieren, um die gestiegenen Energiekosten ausgleichen zu können.<br /><br /><strong>Onlinehandel ist eine der wesentlichen Ursachen, warum der Einzelhandel leidet. Viele Einzelhändler sehen eine Chance darin, selbst in den Onlinehandel einzusteigen. Ist das auch für Sie eine Perspektive?<br /></strong><strong>Jodl:</strong> Ich habe einen möglichen Einstieg in das Onlinegeschäft schon durchgespielt und bin zum Entschluss gekommen es nicht zu tun.<br /><br /><strong>Ihr Geschäft liegt bei Kaufland und ist aus Strausberg und über die Garzauer und Hohensteiner Chaussee auch aus dem Umkreis gut erreichbar. Nutzt Ihnen die Lage oder schadet es, weil Kaufland Billigprodukte im Bereich Sport anbietet?<br /></strong><strong>Jodl: </strong>Dazu möchte ich mich nicht äußern.<br /><br /><strong>Sie sagten Sie bieten auch Artikel für Wintersport an. Hat sich der letzte Winter mit einer längeren Frostperiode auf die Geschäftszahlen ausgewirkt?<br /></strong><strong>Jodl: </strong>Ja, in der Tat, durch den kalten Januar war das Wintergeschäft besser als in den letzten Jahren. Da der Straussee diesen Winter wieder zugefroren war, wurden u.a. Schlittschuhe nachgefragt. Solche Winter waren in den letzten Jahren selten und damit auch das Wintergeschäft in den letzten Jahren schlecht.<br /><br /><strong>Macht sich der anstehende Sommer bereits auf Verkäufe bemerkbar?<br /></strong><strong>Jodl: </strong>Nein. So lange das Strausbad in Strausberg nicht eröffnet, sehe ich da auch keine positive Entwicklung.<br /><br /><strong>Was müsste sich aus Ihrer Sicht ändern, damit der Einzelhandel, Ihr Geschäft wieder bessere Perspektiven hat?<br /></strong><strong>Jodl: </strong>Die Energiekosten müssen sinken. Zum einen sind die eigenen Energiekosten für das Geschäft eine finanzielle Belastung, zum anderen wirken sich diese aufs Kaufverhalten mit Kaufzurückhaltung aus.<br /><br /><strong>Wie geht es für Sie weiter? Werde ich auch in drei Jahren noch meine Laufschuhe bei Ihnen kaufen können?<br /></strong><strong>Jodl: </strong>Darauf kann ich und möchte daher an dieser Stelle keine Prognose abgeben. </p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Hintergrund</h2>				</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Entwicklung des Einzelhandels  </h3>				</div>
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									<p>(jro) Die letzte Einzelhandelserfassung für Berlin-Brandenburg stammt aus dem Jahr 2022, darauf beziehen sich also die folgenden Zahlen. Eine Verbesserung dürfte seitdem kaum eingetreten sein. Hier einige Kernaussagen der Erfassung:</p><ul style="margin-left: 30px; hyphens: auto;"><li>Der Einzelhandel hat sich seit 2015/16 zunächst positiv entwickelt.</li><li>Dabei hat der Onlinehandel profitiert und der stationäre Einzelhandel verloren.</li><li><span style="font-size: 1em;">2022 gab es 13.493 Betriebe, das sind 15 Prozent weniger als 2015/16</span></li><li>Die Corona-Pandemie brachte einen Umsatzschub  für den Lebensmittelhandel.</li><li>Die rückläufigen Betriebszahlen sind eine Folgewirkung des anhaltenden Trends nach größeren Ladeneinheiten.</li><li>Der Einzelhandel konzentriert sich räumlich zunehmend in den zentralen Orten.</li><li>In der Fläche ist er kaum noch präsent.</li><li>Auch das Lebensmittelhandwerk ist stark rückläufig.</li><li>Zunehmende Herausforderungen für die Nahversorgung sind der sich fortsetzende Bevölkerungsrückgang in ländlichen Regionen und die unterdurchschnittliche Kaufkraft.</li><li>Vom Strukturwandel am stärksten betroffen ist der inhabergeführte Fachhandel mit zentrenrelevanten Sortimenten wie Bekleidung, Uhren und Schmuck.</li><li>Viele kleinteilige Fachgeschäfte mussten aufgeben. Die Ursachen sind vielfältig.</li><li>So stieg auch hier der Onlineanteil in Branchen wie Mode &amp; Accessoires, Spielwaren oder Consumer Electronics auf mittlerweile 40 bis 50 Prozent.</li><li>Diese Onlineumsätze haben sich seit der Vorerhebung 2015/16 mehr als verdoppelt.</li><li>Gleichzeitig sind enorme Ausgabeverschiebungen zwischen wichtigen innenstadtrelevanten Branchen zu beobachten.</li><li>Sportartikel, insbesondere Fahrräder profitieren, die Modebranche verliert.</li><li>Durchsetzen werden sich Formate, die eine umfassende Vernetzung von stationären und Online-Angeboten erzielen.</li><li>Die Einstellung zum Konsum ändert sich und gestaltet sich unsicher, wegen starker Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln und noch nicht absehbaren Folgen der Konflikte in der Welt.</li><li>Der Ansatz „Innenstadt NEU denken!“ setzt auf eine Neupositionierung, breiten Nutzungsmix, Zielgruppenorientierung, differenzierte Standtorteignung und Digitalisierung.</li></ul>								</div>
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			<a href="https://mol-blick.de/e-mobilitaet-in-maerkisch-oderland-echte-alternative-oder-traeumerei/" target="_self">
				<b>E-Mobilit&auml;t:</b><i> echte Alternative oder Tr&auml;umerei in M&auml;rkisch-Oderland?</i>
			</a>
		</h2>
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					<a href="https://mol-blick.de/author/christian1911/" rel="author">Christian Göritz-Vorhof</a>				</div>
			
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					<span>31. Mai 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">Vor 127 Jahren erreichte erstmals ein Automobil mehr als 100 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Es war ein E-Mobil. Und heute ist sauberes Autofahren immer noch eine Träumerei? Oder doch eine echte Alternative?</p>		</div>
							
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								<a class="elementor-icon" href="https://mol-blick.de/energie-elektrisierende-annaeherung-an-ein-kritisches-thema/" target="_self"></a>
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			<a href="https://mol-blick.de/energie-elektrisierende-annaeherung-an-ein-kritisches-thema/" target="_self">
				<b>Energie!</b> Elektrisierende Ann&auml;herung an ein kritisches Thema
			</a>
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					<a href="https://mol-blick.de/author/steffen0807/" rel="author">Steffen Blunk</a>				</div>
			
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					<span>30. April 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">Energie ist das Jahresthema des Oderbruchmuseums in Altranft. Zum Auftakt gab es eine spannende Auseinandersetzung zur Lage der Energiegewinnung im Oderbruch ...</p>		</div>
							
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								<a class="elementor-icon" href="https://mol-blick.de/neues-leben-fuer-alten-bahnhof/" target="_self"></a>
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			<a href="https://mol-blick.de/neues-leben-fuer-alten-bahnhof/" target="_self">
				Neues Leben f&uuml;r alten Bahnhof
			</a>
		</h2>
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		<p class="premium-blog-post-content">Seit Jahren steht der Bahnhof Seelow-Gusow leer. Nun will ein Förderverein den Bahnhof zu einem Begegnungsort entwickeln. Wie neues Leben hier aussehen könnte, wurde am 11. April bei einem Bürgerdialog erkundet, zu dem der Förderverein eingeladen hatte.</p>		</div>
							
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				F&ouml;rderrichtlinie Baum und Strauch scheitert am Gartenzaun
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		<p class="premium-blog-post-content">Die Baumförderrichtlinie fördert Privatpersonen bei der Anpflanzung von Baum– und Strauchbeständen auf ihrem Grundstück. Gesetzliche Regelungen begrenzen die Möglichkeiten. Sie ist schwer umsetzbar. Diese Erfahrung macht auch Petershagen-Eggersdorf.</p>		</div>
							
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				<b><b>&Ouml;PNV</b> in M&auml;rkisch-Oderland:</b> Viel Luft im l&auml;ndlichen Raum
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					<span>31. März 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">18 Millionen Euro gab der Kreis 2025 für den
Öffentlichen Nahverkehr in Märkisch-Oderland aus. Lohnt sich das?</p>		</div>
							
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		<title>E-Mobilit&#228;t: echte Alternative oder Tr&#228;umerei in M&#228;rkisch-Oderland?
</title>
		<link>https://mol-blick.de/e-mobilitaet-in-maerkisch-oderland-echte-alternative-oder-traeumerei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Göritz-Vorhof]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 18:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 127 Jahren erreichte erstmals ein Automobil mehr als 100 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Es war ein E-Mobil. Und heute ist sauberes Autofahren immer noch eine Träumerei? Oder doch eine echte Alternative?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="8303" class="elementor elementor-8303">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">E-Mobilität in Märkisch-Oderland: Alternative oder Träumerei ?</h1>				</div>
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									<p>Vor 127 Jahren erreichte erstmals ein Automobil mehr als 100 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Es war ein E-Mobil. Und heute ist sauberes Autofahren immer noch eine Träumerei? Oder doch eine echte Alternative? Von Christian Göritz-Vorhof</p>								</div>
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									<p class="twocolumn">Mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen sich zunehmend mehr Menschen. Auch die STIC Wirtschaftsfördergemeinschaft des Landkreises Märkisch-Oderland hat sich des Themas angenommen. Mario Hofmann, der den Bereich Energie-Klimaschutz-Innovation verantwortet, gibt einen Überblick über die Entwicklung der E-Flotte des STIC.<br /><br />Das erste vollelektrisches Fahrzeug wurde 2018 angeschafft. Zuvor gab es einen PlugIn-Hybrid, also ein Fahrzeug mit Elektromotor mit relativ kleinem Akku für begrenzte Fahrstrecken und Verbrennermotor für längere Strecken. Laut Hofmann ist ein Hybrid die schlechteste Option im Sinne der Energieeffizienz, weil das Gewicht beider Antriebsarten im Auto steckt und immer mitfährt. <br /><br />2018 wurde dann mit einem BMW i3 der Schritt hin zum reinen Elektroantrieb gemacht. Der i3 kam in der Version mit Range-Extender mit einem zusätzlichen kleinen Verbrennungsmotor und Benzintank, um im Falle eines leeren Akkus diesen damit unterwegs laden zu können.<br /><br />Entgegen allen Bedenken wurde das Notstromaggregat jedoch nie benötigt. Dafür mussten jedoch extra Wartungsfahrten für den Range-Extender eingelegt werden. „Die Bedenken, irgendwo liegenzubleiben, haben sich bei den Kollegen Stück für Stück abgebaut“, so Hofmann.<br /><br />Dass die Bedenken für Fahrten im Raum des Landkreises unbegründet sind, konnte Hofmann bereits 2023 anhand der Erfahrungen mit einer dann schon drei Fahrzeuge umfassenden kleinen Flotte datengestützt zeigen. In dieser Zeit wurden über mehrere Jahre alle Fahrten und Ladevorgänge in Fahrtenbüchern dokumentiert. Daraus ging hervor, dass über 90 Prozent der täglichen Fahrstrecke deutlich unter den Reichweiten der Fahrzeuge blieben. Damit war die Notwendigkeit unterwegs nachzuladen selbst mit der damals noch geringeren Reichweite eine Ausnahme.<br /><br />Parallel ging der Ausbau der Ladeinfrastruktur los. 2018 war diese im Landkreis noch relativ dünn und nur wenige Ladestationen vorhanden. Im November 2019 existierten 17 Ladestationen mit insgesamt 32 Ladepunkten. Um den Ausbau voranzutreiben, hat sich der Landkreis ebenfalls eingebracht. Mit dem Projekt „Ladesäulen für das Oderbruch“ wurden 2022 an fünf Orten zehn weitere Ladepunkte errichtet. Nach derzeitigem Stand (Ladesäulenkarte Bundesnetzagentur) sind 131 Ladestationen mit 254 Ladepunkten im Landkreis vorhanden. Darunter an Super- und Baumärkten, Parkplätzen, bei Schnellrestaurants und Tankstellen.<br /><br />Für die Flotte des STIC sind diese mittlerweile aber weniger relevant, da auf dem Gelände ebenfalls Ladesäulen errichtet wurden. „Dabei ist es immer darum gegangen, auf dem Stand der Technik zu sein, die neueste Technik auch zu kennen, um die Expertise für Beratungen zu erwerben“, so Mario Hofmann. Zu den derzeitigen sieben Ladepunkten auf dem Gelände des STIC sind zehn weitere geplant, fünf davon für die Öffentlichkeit.<br /><br />„Auch bei den Mitarbeitern haben die elektrischen Antriebe überzeugt. Ein Viertel fährt bereits elektrisch, fast alle wollen beim nächsten Fahrzeugwechsel auf ein Elektrofahrzeug umsteigen“, fasst Hofmann die Entwicklung zusammen.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Der lange Siegeszug <br>der E-Mobilität</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">Das erste Elektro-Straßenfahrzeug wurde der Öffentlichkeit 1881 auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris vorgestellt. Das erste elektrische Schienenfahrzeug gab es jedoch schon 1835, entwickelt von dem US-Amerikaner Thomas Davenport – aber zurück zur Straße! 1885 also war es ein dreirädriges Fahrrad zur Erprobung von Elektromotoren, es fuhr 12 km/h und hatte eine Reichweite von bis zu 26 Kilometern. Entwickelt wurde es vom Franzosen Gustave Trouvé. <br /><br />Nur ein Jahr später folgte der erste elektrisch angetriebene Kutschenwagen von Werner von Siemens &#8211; der O-Bus war geboren. 1898 wurde mit 62,78 km/h der erste Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Am 29. April 1899 durchbrach der E-Rennwagen La Jamais Contente mit einer Spitzengeschwindigkeit von 105,88 km/h erstmals die 100 km/h Marke. Ein Jahr später stellte Ferdinand Porsche in Paris sein Elektroauto mit zwei jeweils 2,5 PS starken Elektromotoren als Radnarbenmotor. Er setzte neue Maßstäbe.<br /><br />Gleichzeitig erfolgten Fortschritte bei der Batterietechnik. So wurden bereits damals Reichweiten von bis zu 80 km erreicht. Von da an waren die elektrischen Fahrzeuge – vorerst – nicht mehr aufzuhalten. 1912 erreichte der Absatz von Elektrofahrzeugen den Höhepunkt. Im größten Absatzmarkt, den Vereinigten Staaten, fuhren 34.000 Elektrofahrzeuge mit mehr als 100 Kilomtern Reichweite. <br /><br />Fun fact: 1912 waren 38 Prozent aller Amerikanischen Autos Elektromobile, nur 22 Prozent hatten einen Verbrennungsmotor. Und die anderen 40 Prozent? Fuhren mit Dampfantrieb.<br /><br />Die Kehrtwende wurde von einer Erfindung des Amerikaners Charles F. Kettering eingeleitet: Er erfand den elektrischen Anlasser für Verbrennungsmoteren und machte so das schwergängige Ankurbeln überflüssig. Zudem sanken die Ölpreise, die Reichweite von Verbrennern wurde größer. Batterietechnik und mangelnde Ladeinfrastruktur führten zu einem rasanten Abschwung, bis 1990 fristeten E-Autos nun ein Nischendasein.<br /><br />Ausgelöst durch den Golfkrieg, der erneuten Ölkrise in den 1990er Jahren, wuchs der Wunsch nach Unabhängigkeit und Preisstabilität. Auch erwachte ein Bewusstsein dafür, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe die Temperatur auf der Erde erhöht und die Folgen spürbare Konsequenzen für die Menschen hat. Letztlich aber ist die Effizienz der elektrischen Antriebe konkurrenzlos und so rückten sie aus der Nischennutzung wieder in den Fokus und wurden zur echten Alternative zum Verbrenner und anderen Antrieben.<br /><br />Die Entwicklungen führten zu mehreren Kleinserienproduktionen. 1997 begann Toyota mit dem Prius das erste Großserienmodell, noch mit Hybridantrieb. Der Markeintritt von Tesla 2008 mit dem Roadster und 2012 mit dem Modell S änderte die Situation. Beide wurden durch hohe Fahrleistungen und Reichweiten sowie mit dem durch Tesla eigens ausgebauten und betriebenen Netz an Schnellladestationen langstreckentauglich. In den Jahren ab 2009 brachten weitere Autohersteller nach und nach eigene Elektroautos in Großserien auf den Markt.<br /><br />Im April 2026 hatte jedes vierte neu zugelassene Auto in Deutschland einen reinen Elektroantrieb: insgesamt 64.350 Fahrzeuge oder 25,8 Prozent. Von Januar bis April 2026 waren es 223.900 Elektroautos, im Vorjahreszeitraum lediglich 158.500 Fahrzeuge (Quelle KBA). Weitere 39,2 Prozent wurden als Hybride und nur noch 33 Prozent als reine Verbrenner (Benzin und Diesel) neu zugelassen. Dies ist gegenüber dem Vorjahreswert eine Zunahme von 41 Prozent.<br /><br />Der Trend zum E-Auto ist auch weltweit festzustellen. 2025 wurden mehr als 20 Millionen elektrische Fahrzeuge (reine E-Autos und Plug-In-Hybride) verkauft und somit knapp jedes fünfte Auto. 2017 hatte der Anteil noch nur eines von 70 verkauften Autos betragen.</p>								</div>
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				<b>Einzelhandel in der Innenstadt:</b> Zeiten werden nicht leichter
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		<p class="premium-blog-post-content">Dem Einzelhandel geht es schon lange nicht mehr besonders gut. Eine der wesentlichen Ursachen ist der Online-Handel, fast alles lässt sich schnell und oft billiger online bestellen. Wie geht es einem Einzelhändler, der seit 20 Jahren ein Sportfachgeschäft führt?</p>		</div>
							
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				<b>Energie!</b> Elektrisierende Ann&auml;herung an ein kritisches Thema
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		<p class="premium-blog-post-content">Energie ist das Jahresthema des Oderbruchmuseums in Altranft. Zum Auftakt gab es eine spannende Auseinandersetzung zur Lage der Energiegewinnung im Oderbruch ...</p>		</div>
							
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		<p class="premium-blog-post-content">Seit Jahren steht der Bahnhof Seelow-Gusow leer. Nun will ein Förderverein den Bahnhof zu einem Begegnungsort entwickeln. Wie neues Leben hier aussehen könnte, wurde am 11. April bei einem Bürgerdialog erkundet, zu dem der Förderverein eingeladen hatte.</p>		</div>
							
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				F&ouml;rderrichtlinie Baum und Strauch scheitert am Gartenzaun
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					<a href="https://mol-blick.de/author/juliane1902/" rel="author">Juliane Roschitz</a>				</div>
			
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		<p class="premium-blog-post-content">Die Baumförderrichtlinie fördert Privatpersonen bei der Anpflanzung von Baum– und Strauchbeständen auf ihrem Grundstück. Gesetzliche Regelungen begrenzen die Möglichkeiten. Sie ist schwer umsetzbar. Diese Erfahrung macht auch Petershagen-Eggersdorf.</p>		</div>
							
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								<a class="elementor-icon" href="https://mol-blick.de/oepnv-in-maerkisch-oderland-viel-luft-im-laendlichen-raum/" target="_self"></a>
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				<b><b>&Ouml;PNV</b> in M&auml;rkisch-Oderland:</b> Viel Luft im l&auml;ndlichen Raum
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					<a href="https://mol-blick.de/author/juliane1902/" rel="author">Juliane Roschitz</a>				</div>
			
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					<span>31. März 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">18 Millionen Euro gab der Kreis 2025 für den
Öffentlichen Nahverkehr in Märkisch-Oderland aus. Lohnt sich das?</p>		</div>
							
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		<title>Energie! Elektrisierende Ann&#228;herung an ein kritisches Thema
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffen Blunk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 18:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Energie ist das Jahresthema des Oderbruchmuseums in Altranft. Zum Auftakt gab es eine spannende Auseinandersetzung zur Lage der Energiegewinnung im Oderbruch ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6960" class="elementor elementor-6960">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Elektrisierende Annäherung an ein kritisches Thema</h1>				</div>
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									<p style="hyphens: none; text-align: left;">ENERGIE ist das Jahresthema des Oderbruchmuseums in Altranft. Zum Auftakt gab es eine spannende Auseinandersetzung zur Lage der Energiegewinnung im Oderbruch. Von Steffen Blunk und Christian Göritz-Vorhof</p>								</div>
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									<p class="twocolumn">Gerade im Oderbruch ist „Energie“ ein Thema, das äußerst energiegeladen diskutiert wird. Da ist die Verspargelung der Landschaft durch die Windräder, die ebenso nervenaufreibende Geräuschkulissen wie Schlagschatten erzeugen. Da sind die unendlichen Freiflächenphotovoltaikanlagen, die die gesamte Landschaft verspiegeln, Sichtachsen zerstören und mindestens ebenso laut summen, wie die Windräder. Auf der anderen Seite ist der Klimawandel, der mit harten Tatsachen dazu auffordert, sich von fossiler Energiegewinnung zu befreien. Es gibt die eigentlich schon geplante Energiewende, die von der Wirtschaftsministerin gerade wieder einmal massiv in Frage gestellt wird. Gleichzeitig ist da der enorm anwachsende Energiebedarf: er entsteht nicht zuletzt durch immer größer werdende Rechenzentren, die die meisten Menschen im Oderbruch jedoch kaum brauchen. Er entsteht aber auch zum Beispiel durch die Wärmewende, die zu vielen mit Strom betriebenen Wärmepumpen auch im Oderbruch führen wird. <br /><br />Es ist ein Wespennest, dieses Thema „Energie“, ein Wespennest, in das das Oderbruch Museum Altranft lustvoll sticht. Und doch anfangs mit großen Bedenken, wie der Leiter des Programmbüros, Dr. Kenneth Anders, anlässlich des Starts in das Jahresthema „Energie“ am 3. April erklärt. Denn während bei einer ersten Auseinandersetzung mit dem Thema im Jahr 2014 noch unbefangen über Energieautarkie durch dezentrale Energiegewinnung diskutiert worden sei, sei es heute ein von allen Seiten emotional hoch aufgeladenes Thema. „Wir haben uns die Frage gestellt, ob wir als Museum es überhaupt leisten können, dieses Thema zu behandeln.“</p>								</div>
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									<h4>Solar und Photovoltaik kurz erklärt</h4><p>Oft werden die Begriffe Solaranlage und Photovoltaikanlage (PV oder PVA) synonym verwendet. Ganz richtig ist das nicht. Denn Solar ist ein Oberbegriff, der alle Technologien umfasst, die Sonnenenergie in andere Energieformen umwandeln. Solar wird also nocheinmal unterschieden in Photovoltaikanlagen und Solarthermieanlagen. Letztere wandeln Sonnenenergie in Wärme für Heizung und Warmwasser um. Photovoltaikanlagen hingegen erzeugen aus Sonnenlicht elektrische Energie. Für einen Privathaushalt kann sich auch eine Kombination aus beidem rentieren. In den vergangenen Jahren werden jedoch mehr Photovoltaik- als Solarthermieanlagen installiert.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">"Die Abkehr von der Energiewende <br /> ist absolut nicht förderlich"</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">Das Museum tut es dennoch und betont, dass Energie ja nicht nur die Energiegewinnung von heute sei, auch nicht nur Strom und Wärme, sondern auch etwa die Energie, die vor Jahrhunderten benötigt worden sei, um Landwirtschaft zu betreiben, die physische Kraft von Tier und Mensch oder die Windmühlen, die schon vor 100 Jahren im Oderbruch standen. Zum Themenauftakt lud das Museum in den Resonanzraum an ein symbolisches Lagerfeuer, um das sich das interessierte und betroffene Publikum versammelte. Und hier ging es um die Energiegewinnung von heute und morgen.<br /><br />Dr. Oliver Ruch, Beauftragter des Vorstandes der EWE AG für Brandenburg, berichtete zunächst von der Rolle des Konzerns. In der Region sei die EWE AG unter anderem mit Tochterunternehmen in Gasnetzen, dem Gasspeicher in Rüdersdorf, der zu einem Wasserstoffspeicher weiterentwickelt werden solle, sowie durch das Tochterunternehmen EWE GO mit Ladesäulen vertreten. Bereits 2035 wolle die EWE AG klimaneutral sein, so Dr. Ruch. Auf Gas könne dabei auch in den nächsten zehn bis 20 Jahren nicht ganz verzichtet werden, vor allem bei der Wärmeerzeugung. Ruch führte aus, dass ein Unternehmen politische Rahmenbedingungen in wirtschaftlich messbare Größenordnungen überführen müsse. So müsse es einerseits Preise für Verbraucher und Industrie andererseits die verwendeten Primärenergieträger – Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft, Erdwärme, Biomasse, Holz, Kohle, Gas und Öl – zusammendenken. Gleichzeitig plane ein wirtschaftliches Unternehmen in langen Investitionszeiträumen. EWE habe sich auf die unter Robert Habeck eingeleitete Ausrichtung auf grüne Energie langfristig eingestellt. Dr. Ruch: „Wir haben bei uns einen Investitionsschub für die nächsten zwei Jahre von 16 Milliarden Euro vor uns.“ Die Abkehr von dieser Energiewende durch die jetzige Wirtschaftsministerin Katharina Reiche sei angesichts dieser Milliardeninvestitionen und davon abgeleiteten Renditeerwartungen absolut nicht förderlich.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">"Kommunale Planungshoheit heißt nicht, <br />ich gehe nach Investoreninteresse"</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">Der Letschiner Bauamtsleiter Martin Wiese gab nachfolgend einen Einblick in den aktuellen Stand der Ausbauvorhaben von Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Habe man noch vor vier Jahren eine „enorme Flut“ von PV-Anträgen zu bearbeiten gehabt, habe das merklich nachgelassen. Es herrsche insgesamt eine große Verunsicherung, zum einen, weil es sich wirtschaftlich weniger rechne, zum anderen nicht zuletzt, weil sich nach der letzten Kommunalwahl die Gemeindevertretungen kritischer gegenüber Freiflächenphotovoltaik positionierten. Während die Antragsflut für neue PV-Anlagen zurückgegangen sei, steige die Anzahl der Anträge für Batteriespeicher. Auf seine Wahrnehmung der Entwicklungen der vergangenen vier Jahre angesprochen, beschrieb Martin Wiese, dass die Interessenkonflikte „so hart und unversöhnlich aufeinandertreffen (…) dass es so emotional verhaftet ist.“ Es gehe viel um persönliche Betroffenheit von Menschen, die täglich mit den Auswirkungen der Anlagen konfrontiert seien. Die Rolle der Verwaltungen sehe Wiese nicht nur in dem notwendigen Abarbeiten der Aufgaben, sondern auch in der Moderation zwischen den beteiligten Parteien.<br /><br />Toralf Schiwietz berichtete im Anschluss an seine Erfahrungen als direkt Betroffener: Als Bewohner eines Loose-Hofes sei er praktisch als letzter davon informiert worden, dass sein unmittelbarer Nachbar eine 18 Hektar große Freiflächen-Photovoltaikanlage direkt in der Sichtachse von und zu seinem Loose-Hof geplant habe. „Die Annahme, die ich hatte, war, (dass) kommunale Planungshoheit heißt, ich prüfe im Gemeindegebiet, wo es optimal ist, nach Regeln. Und nicht, ich gehe nach Investoreninteresse oder Eigentümerinteresse.“ Schiwietz wünsche sich grundsätzlich eine proaktive Information zu Anträgen und Vorhaben und habe bereits 2023 in einem offenen Brief an die Gemeindevertreter appelliert, dass Ämter und Kommunen übergreifend ein gemeinsames Planungskonzept zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen erstellen sollten. Dies sei notwendig, da die Einnahmen aus der Flächenverpachtung für Landeigentümern auf ein breites Interesse stießen und Investoren und Flächenbesitzer profitierten, die zuerst die Anträge einbrächten. Zur bestmöglichen Wahrung des öffentlichen Interesses sei daher ein regionales Konzept für Freiflächen-PV erforderlich.<br /><br />Toralf Schiwietz führte außerdem aus, dass das Oderbruch flächenmäßig schon lange die Ausbauziele für PV für 2040 erreicht habe. Sein Anliegen sei es, dass möglichst viel Wertschöpfung vor Ort für Kommunen und Einwohner ermöglicht werde und dabei möglichst wenig weitere Flächen im Oderbruch in Anspruch genommen würden. Mitwirkungsmöglichkeiten wie Energiegenossenschaften seien für ihn dabei ein probates Mittel. Er sei ein Befürworter grüner Energien, schloss er seinen Beitrag.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Offenheit für erneuerbare Energien <br />endet am eigenen Gartenzaun</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">Zum Ende der Gesprächsrunde führte Frank Schütz, ehemaliger ehrenamtlicher Bürgermeister von Golzow aus, wie er das Ziel, Ertrag und Wertschöpfung aus PV und Wind für seine Gemeinde zu fördern, verfolgt hatte. „Wenn man nach Golzow reinfährt, sieht man linker Hand eine ehemalige Mülldeponie, die mit einer PV-Anlage besetzt ist. Die hat einen Spitznamen bekommen, Schildkröte. Die spart der Gemeinde effektiv Geld und bringt der Gemeinde effektiv Pacht. Und so haben wir weitergedacht.“ Geplant habe man, die ehemalige Fernwärmeleitung der EWE zu nutzen, um die 86 kommunalen Wohnungen mit Wärme zu versorgen. Erzeugt werden sollte die Wärme durch Photovoltaik und Wind, maximal sieben Windkraftanlagen seien geplant gewesen, sogar mit größeren Abständen zu Wohnbebauung, als vorgeschrieben. Letztendlich aber habe die Mehrheit der Bürger keinen Mehrwert für sich in dem Vorhaben erkannt und es abgelehnt.<br /><br />In der anschließenden Diskussion wurde schnell wieder deutlich, dass die Offenheit für erneuerbare Energien, sei es aus Wind oder aus Sonne, am eigenen Gartenzaun endet. Und natürlich durfte auch der Hinweis nicht fehlen, dass der Rückbau der Atomkraftwerke eine ganz furchtbare Entscheidung gewesen sei. Eine Ausführung von Dr. Ruch von EWE bleibt in Erinnerung: Zukünftig gehe es darum, Wertschöpfung vor Ort zu halten. Da durch Sonne und Wind (nachts scheint keine Sonne) die Volatilität steige, sei der Netzausbau und der Ausbau von Zwischenspeichern eine Herausforderung. Das System müsse wachsen und werde es auch, trotz aller Probleme. „Wenn wir uns die Energieversorgung der Vergangenheit anschauen, dann haben wir mehr oder weniger gelebt von russischem Gas und arabischem Öl. Und die letzten fünf Jahre haben gezeigt, es ist wohl nicht so die gute Entscheidung gewesen.“</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Das Märchen vom teuren Strom</h2>				</div>
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									<p style="hyphens: none; text-align: left;">Nahezu ununterbrochen wird uns erzählt, die Energiewende sei für den teuren Strom verantwortlich. Dass das so nicht stimmt, lässt sich schnell erkennen. </p>								</div>
				</div>
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															<img loading="lazy" decoding="async" width="940" height="553" src="https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/04/Stromgestehungskosten_Diagramm_5.jpg?fit=940%2C553&amp;ssl=1" class="attachment-large size-large wp-image-7487" alt="" srcset="https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/04/Stromgestehungskosten_Diagramm_5.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/04/Stromgestehungskosten_Diagramm_5.jpg?resize=300%2C176&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/04/Stromgestehungskosten_Diagramm_5.jpg?resize=1024%2C602&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/04/Stromgestehungskosten_Diagramm_5.jpg?resize=768%2C451&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/04/Stromgestehungskosten_Diagramm_5.jpg?resize=450%2C264&amp;ssl=1 450w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/04/Stromgestehungskosten_Diagramm_5.jpg?resize=1021%2C600&amp;ssl=1 1021w" sizes="(max-width: 940px) 100vw, 940px" />															</div>
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									<p>Stromgestehungskosten erneuerbare Energeien und konventionelle Kraftwerke in Deutschland 2024. Der Posten Kernkraft bezieht sich auf die Kosten bei angenommenem Neubau von Kernkraftwerken. Datengrundlage: Fraunhofer Institut.</p>								</div>
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									<p class="twocolumn">Gern heißt es: „Wind und Sonne schicken keine Rechnung.&#8220; Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) hat die Stromgestehungskosten nach Primärenergie für das Referenzjahr 2024 am Standort Deutschland untersucht (siehe Diagramm). Die Studie belegt klar den Preisvorteil der erneuerbaren Energien. Neben dieser auf Annahmen und theoretischen Szenarien fußenden Untersuchung steht die weltweite Entwicklung beim Ausbau erneuerbarer Energien. Wind und Photovoltaik wuchsen innerhalb eines Jahres weltweit im Vergleich zur relativ CO2-armen Kernkraft um 565 Gigawatt und damit über hundertmal so stark wie die Kernenergie. Das erfasst der World Nuclear Industry Status Report 2025. Ein Fakt, der die Erzählungen von teurer Wind- und Photovoltaikenergie als Märchen entlarvt.</p>								</div>
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														<h2 class="premium-blog-entry-title">
			<a href="https://mol-blick.de/einzelhandel-in-der-innenstadt-zeiten-werden-nicht-leichter/" target="_self">
				<b>Einzelhandel in der Innenstadt:</b> Zeiten werden nicht leichter
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		</h2>
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					<a href="https://mol-blick.de/author/christian1911/" rel="author">Christian Göritz-Vorhof</a>				</div>
			
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		<p class="premium-blog-post-content">Dem Einzelhandel geht es schon lange nicht mehr besonders gut. Eine der wesentlichen Ursachen ist der Online-Handel, fast alles lässt sich schnell und oft billiger online bestellen. Wie geht es einem Einzelhändler, der seit 20 Jahren ein Sportfachgeschäft führt?</p>		</div>
							
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			<a href="https://mol-blick.de/e-mobilitaet-in-maerkisch-oderland-echte-alternative-oder-traeumerei/" target="_self">
				<b>E-Mobilit&auml;t:</b><i> echte Alternative oder Tr&auml;umerei in M&auml;rkisch-Oderland?</i>
			</a>
		</h2>
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					<a href="https://mol-blick.de/author/christian1911/" rel="author">Christian Göritz-Vorhof</a>				</div>
			
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					<span>31. Mai 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">Vor 127 Jahren erreichte erstmals ein Automobil mehr als 100 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Es war ein E-Mobil. Und heute ist sauberes Autofahren immer noch eine Träumerei? Oder doch eine echte Alternative?</p>		</div>
							
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								<a class="elementor-icon" href="https://mol-blick.de/neues-leben-fuer-alten-bahnhof/" target="_self"></a>
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														<h2 class="premium-blog-entry-title">
			<a href="https://mol-blick.de/neues-leben-fuer-alten-bahnhof/" target="_self">
				Neues Leben f&uuml;r alten Bahnhof
			</a>
		</h2>
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					<a href="https://mol-blick.de/author/steffen0807/" rel="author">Steffen Blunk</a>				</div>
			
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					<span>30. April 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">Seit Jahren steht der Bahnhof Seelow-Gusow leer. Nun will ein Förderverein den Bahnhof zu einem Begegnungsort entwickeln. Wie neues Leben hier aussehen könnte, wurde am 11. April bei einem Bürgerdialog erkundet, zu dem der Förderverein eingeladen hatte.</p>		</div>
							
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			<a href="https://mol-blick.de/foerderrichtlinie-baum-und-strauch-scheitert-am-gartenzaun/" target="_self">
				F&ouml;rderrichtlinie Baum und Strauch scheitert am Gartenzaun
			</a>
		</h2>
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					<a href="https://mol-blick.de/author/juliane1902/" rel="author">Juliane Roschitz</a>				</div>
			
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					<span>30. April 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">Die Baumförderrichtlinie fördert Privatpersonen bei der Anpflanzung von Baum– und Strauchbeständen auf ihrem Grundstück. Gesetzliche Regelungen begrenzen die Möglichkeiten. Sie ist schwer umsetzbar. Diese Erfahrung macht auch Petershagen-Eggersdorf.</p>		</div>
							
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			<a href="https://mol-blick.de/oepnv-in-maerkisch-oderland-viel-luft-im-laendlichen-raum/" target="_self">
				<b><b>&Ouml;PNV</b> in M&auml;rkisch-Oderland:</b> Viel Luft im l&auml;ndlichen Raum
			</a>
		</h2>
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					<a href="https://mol-blick.de/author/juliane1902/" rel="author">Juliane Roschitz</a>				</div>
			
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					<span>31. März 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">18 Millionen Euro gab der Kreis 2025 für den
Öffentlichen Nahverkehr in Märkisch-Oderland aus. Lohnt sich das?</p>		</div>
							
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		<title>Neues Leben f&#252;r alten Bahnhof
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		<link>https://mol-blick.de/neues-leben-fuer-alten-bahnhof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffen Blunk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 18:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mol-blick.de/?p=7055</guid>

					<description><![CDATA[Seit Jahren steht der Bahnhof Seelow-Gusow leer. Nun will ein Förderverein den Bahnhof zu einem Begegnungsort entwickeln. Wie neues Leben hier aussehen könnte, wurde am 11. April bei einem Bürgerdialog erkundet, zu dem der Förderverein eingeladen hatte. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="7055" class="elementor elementor-7055">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Neues Leben für alten Bahnhof</h1>				</div>
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									<p style="text-align: left; hyphens: none;">Ein Förderverein will den Bahnhof Seelow-Gusow entwickeln. Die Einwohner waren zur Ideenschmiede eingeladen. Von Steffen Blunk</p>								</div>
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									<p class="twocolumn">Wer mit dem Zug durch Märkisch-Oderland reist, steigt meist nur noch an Haltepunkten ein oder aus, nur selten an einem Bahnhof. Ein neuer Bahnsteig bietet dort mit etwas Glück einen Unterstand für wenige Reisende, manchmal gibt es einen Fahrkartenautomaten. Was man früher unter „Bahnhof“ verstand, Warteräume, Gastronomie, öffentliche Toiletten, ist heute oft nur noch Ruine, vom Leerstand gezeichnet und von Vandalismus. Die Deutsche Bahn zieht sich längst aus der Verantwortung des Unterhalts, es lässt sich viel Geld sparen, wenn der Bahnhof abgeschlossen und möglichst verkauft wird. Vielleicht finden sich dann Liebhaber, die den langen Genehmigungsprozess zur Umnutzung aushalten, um dann ein eigenwilliges, reizvolles Zuhause zu haben, wie etwa der Bahnhof Schulzendorf, der an der seit langem stillgelegten Wriezener Bahn liegt.<br /><br />Anders als die Wriezener Bahn ist die Ostbahn ganz und gar nicht stillgelegt. Sie ist im Gegenteil so erfolgreich, dass sie immer wieder in die Schlagzeilen gerät. Die RB26 hält unter anderem in Seelow-Gusow. Hier liegt, wenn auch vom heutigen Haltepunkt etliche Meter entfernt, ein altes Bahnhofsgebäude, dem jetzt ein Förderverein neues Leben einhauchen will. Wie dieses Leben aussehen könnte, wurde am 11. April bei einem Bürgerdialog erkundet, zu dem dieser Förderverein eingeladen hatte. Hans-Georg von der Marwitz, Eigentümer des Bahnhofsgebäudes und stellvertretender Vorsitzender des erst im Februar gegründeten Fördervereins, begrüßte rund 150 Neugierige auf dem Bahnhofsvorplatz und stellte Verein und Vorhaben vor. Dass er sich persönlich für den Erhalt und die Nutzung des Bahnhofs einsetzt, liegt nahe, war es doch sein Vorfahr Bernhard von der Marwitz, der als Lebuser Landrat nicht nur dafür sorgte, dass Seelow Kreisstadt wurde, sondern 1866 auch den Bahnhof Gusow eröffnete. Sein Nachfahr also kaufte den Bahnhof vor kurzem und will ihn nun mit Hilfe vieler Hände nutzbar machen. „Wir brauchen zweieinhalb Millionen Euro“, skizzierte von der Marwitz die Größenordnung der notwendigen Eigenmittel, aber er könne die Anwesenden beruhigen. Rund 650.000 Euro seien schon vorhanden. Die Architektin Avital Greenshpon ergänzte in einem Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Gesamtinvestitionssumme auf rund sieben Millionen Euro geschätzt werde, sich die Summe aber noch nicht abschließend berechnen lasse.<br /><br />Sie und ihr Kollege Ferdinand Knecht – letzterer ist auch Vorsitzender des Fördervereins – stellten die aktuellen Pläne vor. Sie betonten aber, dass es ihnen vor allem auf die Mitwirkung der Einwohnerinnen und Einwohner ankomme. Vorstellbar sei in den Räumen des Erdgeschosses ein Café und Gastronomie mit einem Biergarten hinter dem Gebäude. Im Keller könnten öffentliche Toiletten sowie Seminar- und Tagungsräume entstehen. Und schließlich seien im Obergeschoss Hotelzimmer denkbar.<br /><br />Im Inneren des Bahnhofs zeigten sich den Besuchern beeindruckende und ehemals elegante Räume, hoch, mit Resten von Holzvertäfelungen. Viele Bereiche sind wegen Baufälligkeit gesperrt – und dennoch: mit etwas Fantasie sieht man die Räume sofort belebt von Cafégästen und zwischen den Tischen herumrennenden und spielenden Kindern. Woher die Gäste kommen könnten, hier im etwas abgelegenen Bahnhof, wird sich zeigen müssen.<br /><br />Für den Bürgerdialog hatten die Planer Papierbögen an die Wand gehängt und dicke Filzstifte ausgelegt, damit man – in Kapitel unterteilt – seine eigenen Ideen und Wünsche, Sorgen und Erwartungen eintragen konnte. Mit Klebepunkten konnte man zudem eine Gewichtung der Wünsche markieren. Die Anwesenden nahmen mit Freuden die Chance wahr, schrieben ihre Ideen auf und vertieften sich in Gespräche über Sinn und Unsinn der Wiederbelebungsmaßnahmen. Im Nachgang dieses Tages zeigte sich Avital Greenshpon überrascht, wie positiv die Menschen das Angebot zur Partizipation wahrgenommen hätten: &#8222;Damit haben wir nicht gerechnet!&#8220; Auf die Frage, wann der erste Kaffee im Café oder das erste Bier im Biergarten getrunken wurde, lachte sie: „Wenn es nach uns geht, natürlich so schnell wie möglich“. Sollte es mit der Bewilligung der Fördermittel gut laufen, könne 2027 mit den Arbeiten begonnen werden.<br /><br />Tatsächlich würde ein Café, ein Restaurant und Biergarten von vielen gern gesehen, das zeigte sich auf den Plakaten schnell. Zumindest aber sollte es ein Angebot an Getränken, belegten Brötchen und Snacks für die Pendler geben. Nötig seien öffentliche Sanitäranlagen und ein beheizter Warteraum. Diese Wünsche erhielten schnell eine ordentliche Anzahl an Klebepunkten. Nicht nur für Pendler sei ein Bäcker gut, so ließ sich auf den Papierbögen lesen. Und auch andere Ideen fanden ihren Weg auf die Plakate, etwa ein kleines Kraftsportstudio oder eine Sauna, Geldautomat und Fahrradverleih. &#8222;Wir haben in Gesprächen auch immer wieder herausgehört, dass es einen hohen Bedarf an niedrigschwelligen Orten gibt, also Orten, an die man häufiger gehen kann, um sich mit anderen Menschen zu treffen, auch Orte für Familien&#8220;, sagte Avital Greenshpon im Gespräch mit unserer Zeitung. Überprüft werden solle noch die Idee, Ärzte in dem Gebäude unterzubringen, denn auch dieser Vorschlag sei gekommen.<br /><br />Dass aber Bahnhof irgendwie auch mit Bahnfahren zu tun hat, machte der Besucher deutlich, der auf die Frage „Was fehlt Ihnen aktuell als Pendelnde und Reisende am Bahnhof“ antwortete: „Pünktlicher Zugverkehr“.</p>								</div>
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									<p>Website des Fördervereins: <a href="https://www.63komma5.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.63komma5.de/</a></p>								</div>
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			<a href="https://mol-blick.de/einzelhandel-in-der-innenstadt-zeiten-werden-nicht-leichter/" target="_self">
				<b>Einzelhandel in der Innenstadt:</b> Zeiten werden nicht leichter
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					<a href="https://mol-blick.de/author/christian1911/" rel="author">Christian Göritz-Vorhof</a>				</div>
			
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					<span>31. Mai 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">Dem Einzelhandel geht es schon lange nicht mehr besonders gut. Eine der wesentlichen Ursachen ist der Online-Handel, fast alles lässt sich schnell und oft billiger online bestellen. Wie geht es einem Einzelhändler, der seit 20 Jahren ein Sportfachgeschäft führt?</p>		</div>
							
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			</a>
		</h2>
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		<p class="premium-blog-post-content">Vor 127 Jahren erreichte erstmals ein Automobil mehr als 100 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Es war ein E-Mobil. Und heute ist sauberes Autofahren immer noch eine Träumerei? Oder doch eine echte Alternative?</p>		</div>
							
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			<a href="https://mol-blick.de/energie-elektrisierende-annaeherung-an-ein-kritisches-thema/" target="_self">
				<b>Energie!</b> Elektrisierende Ann&auml;herung an ein kritisches Thema
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					<a href="https://mol-blick.de/author/steffen0807/" rel="author">Steffen Blunk</a>				</div>
			
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		<p class="premium-blog-post-content">Energie ist das Jahresthema des Oderbruchmuseums in Altranft. Zum Auftakt gab es eine spannende Auseinandersetzung zur Lage der Energiegewinnung im Oderbruch ...</p>		</div>
							
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				F&ouml;rderrichtlinie Baum und Strauch scheitert am Gartenzaun
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					<a href="https://mol-blick.de/author/juliane1902/" rel="author">Juliane Roschitz</a>				</div>
			
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		<p class="premium-blog-post-content">Die Baumförderrichtlinie fördert Privatpersonen bei der Anpflanzung von Baum– und Strauchbeständen auf ihrem Grundstück. Gesetzliche Regelungen begrenzen die Möglichkeiten. Sie ist schwer umsetzbar. Diese Erfahrung macht auch Petershagen-Eggersdorf.</p>		</div>
							
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				<b><b>&Ouml;PNV</b> in M&auml;rkisch-Oderland:</b> Viel Luft im l&auml;ndlichen Raum
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					<span>31. März 2026</span>
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		<p class="premium-blog-post-content">18 Millionen Euro gab der Kreis 2025 für den
Öffentlichen Nahverkehr in Märkisch-Oderland aus. Lohnt sich das?</p>		</div>
							
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		<title>F&#246;rderrichtlinie Baum und Strauch scheitert am Gartenzaun
</title>
		<link>https://mol-blick.de/foerderrichtlinie-baum-und-strauch-scheitert-am-gartenzaun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Juliane Roschitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 18:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Baumförderrichtlinie fördert Privatpersonen bei der Anpflanzung von Baum– und Strauchbeständen auf ihrem Grundstück. Gesetzliche Regelungen begrenzen die Möglichkeiten. Sie ist schwer umsetzbar. Diese Erfahrung macht auch Petershagen-Eggersdorf.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="7652" class="elementor elementor-7652">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Förderrichtlinie Baum und Strauch – scheitert es am Gartenzaun?</h1>				</div>
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									<p style="text-align: left; hyphens: none;">Die Baumförderrichtlinie fördert Privatpersonen bei der Anpflanzung von Baum– und Strauchbeständen auf ihrem Grundstück. Gesetzliche Regelungen begrenzen die Möglichkeiten. Sie ist schwer umsetzbar. Diese Erfahrung macht auch Petershagen/Eggersdorf. Von Juliane Roschitz</p>								</div>
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									<p class="twocolumn">Seit April 2021 gibt es in Petershagen/Eggersdorf die Förderrichtlinie Baum und Strauch. Seit ihrer Gültigkeit ist lediglich eine Förderzusage erfolgt. Vier weitere Anfragen wurden nicht bewilligt, weil der Antrag erst nach der Pflanzung erfolgte oder Pflanzen beantragt wurden, die nicht für die Förderung vorgesehen waren. Das geht aus den Antworten der Verwaltung auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen hervor.<br /><br />Der gesamte Förderantragsprozess sei von den Bürgerinnen und Bürgern &#8222;in den wenigen Beratungsgesprächen&#8220; als zu komplex bewertet, nicht verstanden worden oder seien am tatsächlichen Bedarf vorbeigegangen. In der Praxis können die Anforderungen der Satzung nur schwer umgesetzt werden. Die förderfähigen Baumarten werden zum Teil zu groß, um auf den Grundstücken einen geeigneten Platz zu finden. Zudem kommen weitere Anforderungen aus anderen Gesetzen dazu.  Im Nachbarschaftsgesetz des Landes Brandenburg zum Beispiel sind Mindestabstände von Bäumen zum Nachbarn vorgegeben. Die Standortwahl wird so weiter eingeschränkt. <br /><br />Sollte es doch möglich sein, einen Ort zu finden sind weitere Rechtskonflikte bezüglich der Äste erwartbar, die über den Nachbarzaun ragen. Laut Bundesgerichtshof darf der Nachbar die in dessen Grundstück ragenden Äste eines Baumes auch dann abschneiden, wenn dadurch der Baum eingehen kann. Im Zweifel handelt es sich um einen zuvor geförderten Baum. Ein weiterer Punkt ist die erforderliche Größe und die damit verbundenen Kosten des Baumes sowie das Risiko, dass der geförderte Baum nicht anwächst oder stirbt. In diesem Fall müsste der Baum laut aktueller Richtlinie vom Bürger auf eigene Kosten ersetzt werden oder die Förderung zurückgezahlt werden. Damit nicht genug. Erfolgt ein Verkauf des Grundstücks, muss die Verantwortung für den Baum, die Zweckbindung auf den Käufer übertragen werden.  Das hat negative Auswirkungen auf Verkaufsverhandlungen und erhöht den notariellen Aufwand. In der Antwort auf die Anfrage der Grünen heißt es: „Dies sind nur einige Beispiele, die es im Ergebnis als schlauer erscheinen lassen, einen kleineren Baum derselben Art auf eigene, dann aber geringere Kosten zu pflanzen. Geht dieser ein, dann hält sich der finanzielle Schaden aber in Grenzen.“<br /><br />Die Baumförderrichtlinie sollte als ein Baustein dienen, um den naturnahen und baumreichen Charakter der Gemeinde zu erhalten und weiterzuentwickeln. Der symbolische Gartenzaun begrenzt die Möglichkeiten, die rechtlichen Anforderungen an den Förderprozess machen diese letztlich kompliziert und unattraktiv. Das Ziel der Richtlinie jedoch hat Bestand. Die Menschen profitieren von vielen hochwertigen und klimaangepassten Bäumen und Sträuchern. Bäume kühlen, reinigen Luft, spenden Schatten, regulieren Verdunstung, beeinflussen das (Mikro-)Klima also positiv.</p>								</div>
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				<b>Einzelhandel in der Innenstadt:</b> Zeiten werden nicht leichter
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		<p class="premium-blog-post-content">Dem Einzelhandel geht es schon lange nicht mehr besonders gut. Eine der wesentlichen Ursachen ist der Online-Handel, fast alles lässt sich schnell und oft billiger online bestellen. Wie geht es einem Einzelhändler, der seit 20 Jahren ein Sportfachgeschäft führt?</p>		</div>
							
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		<p class="premium-blog-post-content">Vor 127 Jahren erreichte erstmals ein Automobil mehr als 100 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Es war ein E-Mobil. Und heute ist sauberes Autofahren immer noch eine Träumerei? Oder doch eine echte Alternative?</p>		</div>
							
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				<b>Energie!</b> Elektrisierende Ann&auml;herung an ein kritisches Thema
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		<p class="premium-blog-post-content">Energie ist das Jahresthema des Oderbruchmuseums in Altranft. Zum Auftakt gab es eine spannende Auseinandersetzung zur Lage der Energiegewinnung im Oderbruch ...</p>		</div>
							
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		<p class="premium-blog-post-content">Seit Jahren steht der Bahnhof Seelow-Gusow leer. Nun will ein Förderverein den Bahnhof zu einem Begegnungsort entwickeln. Wie neues Leben hier aussehen könnte, wurde am 11. April bei einem Bürgerdialog erkundet, zu dem der Förderverein eingeladen hatte.</p>		</div>
							
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				<b><b>&Ouml;PNV</b> in M&auml;rkisch-Oderland:</b> Viel Luft im l&auml;ndlichen Raum
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					<a href="https://mol-blick.de/author/juliane1902/" rel="author">Juliane Roschitz</a>				</div>
			
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		<p class="premium-blog-post-content">18 Millionen Euro gab der Kreis 2025 für den
Öffentlichen Nahverkehr in Märkisch-Oderland aus. Lohnt sich das?</p>		</div>
							
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		<title>&#214;PNV in M&#228;rkisch-Oderland: Viel Luft im l&#228;ndlichen Raum
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		<link>https://mol-blick.de/oepnv-in-maerkisch-oderland-viel-luft-im-laendlichen-raum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Juliane Roschitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 18:03:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[18 Millionen Euro gab der Kreis 2025 für den
Öffentlichen Nahverkehr in Märkisch-Oderland aus. Lohnt sich das?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6754" class="elementor elementor-6754">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">ÖPNV in Märkisch-Oderland: Viel Luft im ländlichen Raum</h1>				</div>
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									<p style="text-align: left;"><strong>18 Millionen Euro gab der Kreis 2025 für den<br />Öffentlichen Nahverkehr in Märkisch-Oderland aus. </strong><strong>Lohnt sich das? </strong></p><p><strong>Eine Analyse von Juliane Roschitz</strong></p>								</div>
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									<p class="twocolumn">Die Buslinie 950. Eine sichere Verbindung zwischen Strausberg Bahnhof und Bahnhof Erkner. Mit dieser kommen Kinder aus Herzfelde und Strausberg in die Schule nach Hennickendorf und Jugendliche in die Schulen in Strausberg und Erkner. Alle halbe Stunde. Von circa 4 Uhr morgens bis circa 21:30 Uhr.<br /><br />So und so ähnlich ausgeprägt sehen die Fahrpläne im Berliner Umland aus. Weiter draußen sieht es anders aus. Nehmen wir zum Beispiel die Linie 956. Seelow &#8211; Küstrin &#8211; Golzow &#8211; Letschin. Zwischen 6 und 17 Uhr, inklusive einer Pause über die Mittagszeit. Und nur an Schultagen. In den Ferientagen ist es noch dünner.<br /><br />Neben dem Linienbusangebot gibt es noch die Rufbusse. Zwei Linien. R931 Altlandsberg und Strausberg und die R933 zwischen S Petershagen Nord und Altlandsberg. Beide fahren nach einem festen Fahrplan, bedienten die Haltestellen jedoch nur bei Bedarf. Fahrten können telefonisch mit einer Voranmeldezeit von 90 Minuten gebucht werden. Es gilt der normale VBB-Tarif. Weitere Infos auf den Seiten der Unternehmen und hier sechs einfache Schritte, wie Sie den Bus buchen können.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Es ist kompliziert. <br>Und komplex.</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">Fassen wir bis hierher zusammen: Es ist kompliziert. Kompliziert und komplex für alle Beteiligten. Für Menschen, die Bus fahren wollen oder müssen, für Menschen, die den ÖPNV in MOL gut organisieren. Für Menschen, die verstehen wollen, wie das alles funktioniert, zusammenhängt und finanziert wird. Noch komplizierter wird es, wenn Menschen dazu kommen, die den ÖPNV ohne Kenntnisse im ÖPNV-Game zu haben, verbessern wollen.<br /><br />Der Hauptgrund, warum es so schwierig ist etwas zu verändert ist: Geld. ÖPNV kostete 2025 rund 18 Millionen Euro in Märkisch-Oderland.<br /><br />Ein zweiter Grund ist, dass bisher Menschen den ÖPNV organisiert haben, die ihn nicht nutzen. Und Menschen, die sich auf ein „haben wir schon immer so gemacht“ beziehen. Entweder aufgrund fehlenden Wissens zu neuen progressiven Lösungen, oder weil sie die Geldthematik an ihre kreativen Grenzen treibt.<br /><br />Ein weiterer Grund ist, dass Busverkehr von Menschen benötigt und genutzt wird, die politisch nicht im Fokus des Handels zu stehen scheinen. Kinder, Jugendliche, Senioren, Menschen ohne Auto, ohne Führerschein. Die Priorität bei allem verkehrspolitischen Handeln liegt weiterhin beim Auto.<br /><br />In dieser Analyse möchte in hinterfragen, welche Bedeutung dem öffentlichen Nahverkehr zukommt, ob diese Bedeutung begründet ist oder ob wir das mit den Bussen (und Radwegen) nicht einfach bleiben lassen sollten und das Geld anderweitig für Kreisaufgaben einsetzen könnten.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was ist denn <br>überhaupt ÖPNV?</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">ÖPNV beinhaltet im in erster Linie den Bus- die Straßenbahn- und Fährverkehr. <strong><em>&#8222;Öffentlich&#8220;</em></strong> und <strong><em>&#8222;Personen&#8220;</em>,</strong> weil es bei der Bereitstellung darum geht, dass Beförderung für jede Person – nicht Güter! – zugänglich ist. <strong><em>&#8222;Nahverkehr&#8220;</em></strong>, weil Strecken 50 Kilometer oder eine Reisezeit von einer Stunde nicht übersteigen.<br /><br />Laut dem ÖPNV Gesetz des Landes Brandenburg, hier §2 II, S1 soll <em>„der öffentliche Personennahverkehr der Verbesserung der Mobilität der Bevölkerung, der Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen, dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Verkehrssicherheit dienen.“ </em>ÖPNV soll Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung, Freizeitaktivitäten, Lebensmittelversorgung, zu Kultur, zu Menschen, zu Arbeit, zu Freunden, zu Sprachkursen und Yogakursen ermöglichen.  ÖPNV ist Teilhabe. ÖPNV ist Daseinsvorsorge. Und der Öffentliche Personennahverkehr ist gemäß ÖPNV-Gesetz des Landes Brandenburg eine freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe der Landkreise. Das heißt, der Kreis entscheidet über das &#8222;Ob&#8220; und über das &#8222;Wie&#8220;.<br /><br />Bei der Schüler:innenbeförderung sieht das anders aus. Diese Aufgabe ist keine freiwillige, sondern eine pflichtige Selbstverwaltungsaufgabe. Der Kreis entscheidet also nicht über das &#8222;Ob&#8220;, aber über das &#8222;Wie&#8220;. <br /><br />Märkisch Oderland organisiert die Schülerinnenbeförderung kombiniert mit der freiwilligen Aufgabe des ÖPNV. So profitieren Menschen, die an Schulwegen leben und so den Bus mitnutzen können und die Schüler*innen, weil sie auch außerhalb der Schule ihre Freunde treffen können. Und Eltern profitieren, weil sie nicht das Elterntaxi sein müssen. Alternativ könnte der Kreis auch reine Schulbusse organisieren, die dann aber auch nur den Schüler*innen und nur für die Schulwege zur Verfügung stünde.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wie organisiert <br>Märkisch-Oderland seinen ÖPNV?</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">Wir wissen jetzt schon, dass der Landkreis Aufgabenträger für den kommunalen öffentlichen Personennahverkehr (kÖPNV) ist. Ein Teil ist freiwillig und ein Teil pflichtig. <br /><br />Die Aufgabe ÖPNV ist komplex. Vor allem auch in einem Landkreis wie Märkisch-Oderland, weil die Wege lang sind, die Anforderungen je Region unterschiedlich und viele weitere Themenkreise berücksichtigt werden müssen. Grundlegend muss der Kreis festlegen, wie seine Anforderungen an den Busverkehr sind. Das wird im sogenannten Nahverkehrsplan (NVP) festgelegt. Der aktuelle NVP gilt von 2025-2029 und dient als Datengrundlage für den Dienstleister, der den Auftrag erhält. Dieser gibt dann anhand dieser Daten ein Angebot ab, sowie einen Vorschlag, wie die Umsetzung aussehen kann.<br /><br />Die Daten im NVP sind z.B. Informationen zur Raum- und Siedlungsstruktur, den Mindestanforderungen des sog. Bedienstandards, Anschlussstellen zu S-Bahn, Tram und Regio. Er hat 127 Seiten. 2025 wurde der Plan fortgeschrieben. Es wurden Schulstartzeiten hinzugefügt, Bedienzeiten angepasst, Umstiegszeiten optimiert.<br /><br />Für den südöstlichen Teil des Landkreises läuft gerade das Ausschreibungsverfahren. Ab 2027 startet in dem sogenannten Linienbündel BUSMOL-1 eine neue zehnjährige Laufzeit mit einem neuen Dienstleister. Das Leistungsvolumen beträgt ca. 5,0 Mio. Fahrplankilometer pro Jahr. Darin enthalten sind auch Beförderungsleistungen im Schülerverkehr als auch ergänzende Rufbusangebote.<br /><br />Und dann gibt es noch das sogenannte Bündel BUSMOL-2 mit 1,5 Mio Fahrplankilometern, welches von der Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG) bedient wird sowie folgende weitere Unternehmen, die Bus-, Straßenbahn- und Fährverkehr in MOL anbieten und mit denen sich die Fahrpläne jeweils abstimmen müssen: Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), Strausberger-Eisenbahn GmbH (STE), Schöneicher-Rüdersdorfer-Straßenbahn GmbH (SRS), Niederbarnimer Eisenbahn AG / NEB Betriebsgesellshaft mbH (NEB), Busverkehr Oder Spree GmbH (BOS) und die Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG). Ergänzender Hinweis: Für Verkehrsleitungen der Regionalbahn und der S-Bahn ist das Land Brandenburg Aufgabenträger. Diese Verkehrsleistungen werden im Landesnahverkehrsplan geregelt.<br /><br />Das war jetzt sehr trocken, aber wichtig, um uns an eine Antwort zur Ausgangsfrage heranzutasten. Zur Erinnerung hier noch einmal die Fragen:<br /><br />Ist der ÖPNV in seiner aktuellen Ausprägung nötig? Welche Bedeutung hat er? Ist diese Bedeutung begründet oder würde es mehr Sinn machen, das mit den Bussen (und Radwegen) einfach bleiben zu lassen? Sollten wir das Geld anderweitig für Kreisaufgaben einsetzen?Vielleicht sollten wir uns die nächsten Fragen ansehen:</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wer nutzt den ÖPNV und <br>wer ist darauf angewiesen?</h4>				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-4bb2bc7 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider" data-id="4bb2bc7" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="divider.default">
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									<p>Die ersten Gedanken zur Frage „Wer nutzt ÖPNV?“ waren:</p>								</div>
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									<ul style="margin-left: 50px;"><li>Schülerinnen und Schüler</li><li>Pendler*innen</li><li>Menschen ohne Führerschein</li><li>Ohne eigenes Auto</li><li>Menschen, die nicht Auto fahren wollen oder können</li><li>Menschen mit ökonomisch niedrigem Status</li><li>Also Kinder, Jugendliche, Senioren, kranke Menschen, körperlich oder psychisch beeinträchtigte Menschen</li></ul>								</div>
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									<p class="twocolumn">Aber stimmt das? Muss hier darin unterschieden werden, ob die Nutzung von ÖPNV alternativlos ist, die beste Option oder gar die Krönung des Unterwegsseins? Einige Menschen haben schlicht weg nicht die Wahl und sind auf den Bus angewiesen.<br /><br />Ein weiterer Gedanke ist: Braucht es nicht auch Ziele, die Menschen erreichen können, erreichen wollen? Wo fahren Menschen denn überhaupt so hin? Die Recherche ergab folgendes:</p>								</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-a8705f3 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="a8705f3" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
									<ul style="margin-left: 50px;"><li>Je städtischer der Lebensort, umso kürzer die Wege</li><li>Je ländlicher, umso länger die Wege</li><li>Je besser der ökonomische Status einer Person ist, desto größer die Autoverfügbarkeit</li><li>Alleinerziehende und Alleinstehende Senioren haben seltener ein eigenes Auto</li><li>In städtischen Bereichen ist das ÖPNV Angebot besser</li><li>In städtischen Bereichen ist die Fahrradnutzung ganz oben</li></ul>								</div>
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									<p class="twocolumn">An dieser Stelle ein kleiner Exkurs: Laut „Mobilität in Deutschland“ ist die Radnutzung in städtischen Regionen in allen Altersklassen gestiegen. Im kleinstädtischen und dörflichen Umfeld jedoch &#8211; außer bei den 20-39 jährigen &#8211; gesunken. Die Ausstattung mit Rädern pro Kopf ist in den letzten 15 Jahren gestiegen. 2017 gab es in bundesdeutschen Haushalten knapp 77 Mio Fahrräder, darunter vier Mio Pedelecs. Das sind durchschnittlich 2,4 Fahrräder pro Haushalt. 2023 waren über 60 Mio Autos in Deutschland gemeldet. 1,8 Mio in Brandenburg.</p>								</div>
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									<p><strong>Weiter mit den Rechercheergebnissen:</strong></p>								</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-72ec7c3 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="72ec7c3" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
									<ul style="margin-left: 50px;"><li>Vier von fünf Haushalten haben ein oder mehrere Autos</li><li>Jeder fünfte Haushalt nicht</li><li>Menschen mit geringem ökonomischen Status haben eher kein eigenes Auto (2017: 53 Prozent)</li><li>Einpersonenhaushalte von Älteren, Jüngere in Ausbildung und Alleinerziehende haben eher kein eigenes Auto</li><li>Insgesamt gibt es in Deutschland bei 83 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als 46 Millionen Pkw</li><li>Etwa 41 Prozent der 18- bis 25-Jährigen haben regelmäßig Zugriff auf ein Auto</li><li>Bei allen höheren Altersgruppen ist die PKW-Verfügbarkeit wesentlich höher</li><li>Gibt es kleine Kinder im Haushalt, ist das private Auto als Hauptverkehrsmittel sehr wahrscheinlich, außer bei Alleinerziehenden</li><li>Je größer die Gemeinde, desto größer ist der Anteil derjenigen, die nicht ständig über ein Auto verfügen</li><li>In Dörfern und Kleinstädten kamen im Jahr 2017 zwischen 607 und 649 Autos auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner</li><li>In Großstädten waren es zwischen 372 und 455 Autos auf 1.000 Bewohnerinnen und Bewohner</li><li>Das Auto lässt sich für unterschiedliche Zwecke nutzen, es kommt komplexen Alltagsabläufen entgegen und</li><li>Es erlaubt eine autonome Zeit- und Wegekettengestaltung</li><li>Es wird im Alltag oft verwendet, ohne im Einzelnen über Alternativen nachzudenken, und leistet damit einer routinemäßigen Nutzung Vorschub.</li><li>Ist das Auto erst einmal verfügbar, drängt es andere Verkehrsmittel häufig an den Rand</li><li>2018 hatten ungefähr 90 Prozent der erwachsenen Bundesbürger einen Führerschein</li><li>Weniger als 20 Prozent haben keinen Zugang zu einem Auto oder besitzen keinen Führerschein</li><li>Am höchsten ist die Autoverfügbarkeit in der Altersgruppe der 36- bis 50-Jährigen.</li></ul>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wer nutzt <br>den ÖPNV nicht?</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">Ohne weitere Recherche würde ich an dieser Stelle lediglich einen Schluss aus dem Vorbenannten ziehen und eigene anekdotische Gedanken einfließen lassen und komme auf folgendes Ergebnis:</p>								</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-e80bff6 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="e80bff6" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
									<ul style="margin-left: 50px;"><li>Menschen in ländlichen Räumen, wenn sie nicht müssen</li><li>Menschen mit komplexen Wegeketten</li><li>Menschen mit Zeitdruck</li><li>Menschen mit PKW-Verfügbarkeit und Führerschein</li><li>Menschen mit kleinen Kindern oder zu pflegenden Angehörigen</li><li>Menschen, die Dinge transportieren wollen</li><li>Menschen, die nicht gut zu Fuß oder auf den Rollstuhl angewiesen sind</li><li>Menschen, die in Kombination mit dem Rad unterwegs sind (weil Mitnahme im Bus nicht möglich)</li></ul>								</div>
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									<p class="twocolumn">Aber zurück zu Zahlen und Fakten: Laut Nahverkehrsplan MOL und der darin enthaltenden Analyse der Nachfrage im ÖPNV, nutzten 2022 5,4 Mio Menschen das Angebot aus den Linienbündeln BUSMOL1 und BUSMOL2.<br /><br /><span class="highlight">Ein erstes Fazit:</span> Menschen nutzen den ÖPNV. Aber sie nutzen Ihn eher nur, weil sie müssen, wenn kein Auto oder kein Führerschein vorhanden ist oder weil sie nur ein regelmäßiges Ziel haben. Also z.B. die Schule, die Arbeit. Märkisch-Oderland, insbesondere im ländlichen Bereich ist prädestiniert dafür, Autos zu nutzen statt den ÖPNV.<br /><br />Es gibt aber Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind und der ÖPNV stellt eine Grundversorgung an Mobilität für alle Menschen dar. Das Auto aber steht vor der Tür und hat keine Wartezeiten, keine Umsteigezeiten, ist flexibel und bequem. Gleichzeitig wissen wir, dass die Nutzung von Verbrennern einen großen Anteil an der Erderwärmung trägt. Die Preise für Treibstoffe werden teurer und die Abhängigkeit von geopolitischen Weltlagen steigt. Die Alternative E-Auto kann oder will sich nicht jedermann leisten, geschweige denn nutzen. Die Lademöglichkeiten für Mieterinnen und Mieter sind ebenfalls wieder mit Aufwand verbunden, das Vertrauen in die Technik noch nicht überall gegeben. Andere Alternative Antriebe sind ebenfalls mit einigem Pioniergeist verbunden. Das Rad auf dem Land keine sichere Alternative, da der Radwegeausbau ebenfalls keine Priorität hat und oft an den bürokratischen Hürden der Zuständigkeit und des Grunderwerbs scheitern.<br /><br />Heißt das also bisher, dass der ÖPNV nur für den Schülerverkehr sinnvoll ist, sowie für ein paar verstreute Einzelfälle der älteren Senioren und Alleinerziehenden?<br /><br /><strong>So ganz aufgeben möchte ich den ÖPNV noch nicht.<br /><br /></strong>Vielleicht finden wir jetzt hier Ideen, wie er nutzbarer wird, wie er attraktiver wird und etwas mehr an Coolness dazu gewinnt.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wie und wann steigt die Bereitschaft, <br>öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen?</h4>				</div>
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									<p class="twocolumn">Warum diese Frage? Wenn wir doch jetzt festgestellt habe, dass die die müssen es ja müssen und diejenigen, die ein Fahrrad oder ein Auto und einen Führerschein haben, es eh nicht nutzen, Wozu dann jetzt doch wieder den ÖPNV attraktiver machen?<br /><br />Aus individueller Sicht könnten wir jetzt sagen, „ich bin nicht auf Öffis angewiesen, also weiter im Text“. Aber. Was wäre denn, wenn das Nutzen der Öffentlichen einfacher, bequemer und mit einem positiven Gefühl verbunden wäre? Würden Sie ihn vielleicht doch mal nutzen? Wäre es nicht gut, die Wahl zu haben oder auch perspektivisch den Zweitwagen der Familie auslaufen zu lassen? Zum Thema, welche Kosten dabei gespart werden können, kommen wir weiter unten.<br /><br />Meine Motivation den ÖPNV zu verbessern liegt in folgenden Ursachen begründet:</p>								</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-5ac1515 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="5ac1515" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
									<ul style="margin-left: 50px;"><li>Es entschleunigt</li><li>Es kommen Menschen zusammen, die sich sonst nicht treffen würden</li><li>Der Weg zur, die Zeit an der Haltestelle und die Fahrtzeit können für Dinge genutzt werden, zu denen wir sonst nicht kommen: Einen Kaffee ohne Zeitdruck z.B. oder ein BusBuch, das Tagespensum an Bewegung, das Spüren der Jahreszeiten, ein Abbieger zum Strand oder zum Bäcker</li><li>Wir sparen Co2, belegte Parkplätze, mit Autos belegten öffentlichen Raum</li><li>Wir reduzieren Unfälle und Folgeschäden</li><li>Wir sparen Geld</li></ul>								</div>
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									<p><strong>Im Folgenden erst einmal ein paar anekdotische Gedanken, die den Umstieg wahrscheinlicher machen können:</strong></p>								</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-8f3c351 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="8f3c351" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
									<ul style="margin-left: 50px;"><li>Wenn durch die Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln nicht relevant mehr Zeit für den Weg aufgebracht werden muss</li><li>Wenn ich das Rad an der Haltestelle sicher stehen lassen kann und es noch (vollständig) da ist, wenn ich wiederkomme</li><li>Wenn Reisezeit sich positiv auswirkt, weil ich die Zeit nutzen kann</li><li>Wenn weniger oder besser kein Zeitdruck wäre, dass ich meine Arbeitszeit, meinen Alltag nicht schaffe</li><li>Wenn ich gleitende Arbeitszeit hätte und nicht alles minutiös durchgetaktet wäre</li><li>Die Wege zum Bus kürzer wären</li><li>Wenn die Abfahrtzeiten bekannter wären</li><li>Wenn die neuen Wege routinierter wären, die Strecken bekannt, die Lauf- und Fahrzeiten sicher und zuverlässig</li><li>Wenn erreichbare Ziele bekannt wären</li><li>Wenn Ticketkauf einfacher wäre und vor Allem günstiger (Beitragsfinanzierung?)</li><li>Wenn die Verbindungen alltagstauglicher wären</li><li>Wenn während der Nutzung des ÖPNV Zugang zu Toiletten, Trinkwasser Regenschutz verfügbar wäre</li><li>Die Umstiegszeiten abgestimmt wären</li><li>Park&amp;Ride Plätze frei wären und schon am Startort bekannt wären</li><li>Wenn bekannt wäre, wie viel ein Auto eigentlich wirklich kostet (siehe Rechnung unten)</li><li>Wenn der gesamte Weg sich sicher anfühlt</li><li>Wenn Komfort aus dem Auto auch im Bus zur Verfügung steht (Lademöglichkeiten, bequeme klimatisierte Warteorte)</li><li>Wenn Öffis nutzen einen besseren Ruf hätte</li></ul>								</div>
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									<p class="twocolumn">Eine Umfrage unter 2500 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland im April 2025 bestätigt drei meiner Annahmen, ist aber nicht differenzierter ausgestaltet: 51,4 Prozent würden umsteigen, wenn ÖPNV günstiger wäre, 50,5 Prozent wenn die Verbindungen besser wären und 38,5 wenn Öffentliche Verkehrsmittel häufiger fahren würden, oder dann fahren würden, wenn die Befragten ihn brauchen und es weniger Wartezeiten gäbe. Weitere Aspekte waren Sicherheit, einfacheres Buchen des Tickets, Barrierefreiheit und Sonstiges.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">ÖPNV:<br> hopp oder top?</h4>				</div>
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						</div>
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									<p class="twocolumn">Geben wir mehr in die Öffis und versuchen Hinderungsgründe zu reduzieren oder ist die Entscheidung schon gefallen und wir bleiben beim Individualverkehr?<br /><br />Auch hier ist es wieder nicht so einfach. Wir können festhalten, dass insbesondere im ländlichen Bereich der ÖPNV eher nicht das Beförderungsmittel der ersten oder zweiten Wahl ist, aber irgendwie doch gut, dass er da ist. Vor Allem auch, weil Menschen – egal ob sie den Bus wirklich nutzen – doch irgendwie durch ihn mit den Orten verbunden sind und mit jedem Bus ein „Wir haben euch nicht vergessen“ vorbeifährt. Und wenn man doch mal will, kommt man ins Nachbardorf und wieder zurück.<br /><br />Für die Schulbeförderung gibt es zwar Alternativen, aber die sind ebenfalls mit Bussen verbunden, also könnten wir hier dabei bleiben, dass die „Schulbusse“ für alle verfügbar sind.<br /><br />Also sind wir uns einig, dass der Bus nicht komplett eingestampft werden soll? Wenn ja, dann schauen wir doch mal, wie wir ihn attraktiver machen können.<br /><br /><strong>Was braucht es für mehr Öffi-Nutzung in Märkisch-Oderland?<br /><br /></strong>Es wurden schon viele Punkte benannt, die die Nutzung von Öffis erschweren. Drehen wir das alles um, garnieren es mit ein bisschen eigenem Wollen und packen dann noch etwas Verbesserung dazu. Steigen wir ein! Die Hindernisse im Kopf:</p>								</div>
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									<p><strong>1. Öffis fahren ist teuer</strong></p><p class="twocolumn">Das Deutschlandticket kostet aktuell 63 Euro pro Monat. Das Auto kostete z.B. 17.000 Euro in der Anschaffung. Dafür allein gibt es über 22 Jahre lang ein „Wie du willst, fast wann du willst&#8220;–Ticket“ ohne Parkplatzsuche. </p><p>Dazu kommen beim Auto noch die Kosten für den Treibstoff dazu, Kosten für die Haftpflichtversicherung, die Steuern, Parkgebühren, TÜV, Reifenwechsel, Reparaturen, Blitzertickets, Reinigung und die Zeit, sich um dies alles zu kümmern und zu erledigen. Das Auto kostet deutlich mehr. Wir gönnen es uns trotzdem, weil uns Flexibilität und Unabhängigkeit so wichtig – und weil das Auto vor der Tür steht, es bequem ist, unsere Musik spielt und dahin fährt, wohin wir wollen.</p>								</div>
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									<p><strong>2. Öffis nutzen dauert so viel länger</strong></p><p class="twocolumn">Ja, auf den ersten Blick ist das so und vielleicht auch auf dem zweiten. ABER: Warum ringen wir um jede Minute? Warum funktioniert unser Alltag nur, wenn es alles durchgetaktet ist? Weil wir Geld brauchen. Geld für die Miete, den Kredit, den Kredit fürs Auto und die Hobbys, den Urlaub, die Sauna im Garten, die Auszeiten.<br /><br />Wäre es jedoch eine Idee, weniger zu arbeiten, weil wir weniger Ausgaben haben und weil wir Dinge, für die wir sonst Extrageld ausgeben, auf dem Arbeitsweg tun könnten. So z.B. mit dem Rad zum Bahnhof, einen schönen Kaffee im Zug und vielleicht ein paar Seiten entspannt lesen, anstatt sich dem stressigen Straßenverkehr auf der B1 oder anderen vollen Straßen hinzugeben und schon genervt und k.o.  auf Arbeit anzukommen.<br /><br />Vielleicht wäre es eine gute Investition in die Gesundheit, wenn wir das Tempo etwas rausnehmen, uns den Gegebenheiten hingeben, freie Zeit geschenkt bekommen zum Löcher in die Luft schauen, zum ins Gespräch kommen, zum das Leben außerhalb unseres Autos mitzubekommen.<br /><br />Welche Gedanken bremsen uns noch? Warum ist die Hürde zum Umstieg so hoch?</p>								</div>
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									<p><strong>3. Es ist alles kompliziert und ich weiß nicht, wie ich umsteigen muss</strong></p><p class="twocolumn">Die erste Fahrt mit dem Auto war auch neu und fremd und ungewöhnlich.<br /><br />Irgendwann hat man die Schleichwege gefunden, die Ampelumschaltzeiten auswendig, die beste Spur für das übernächste Abbiegen entdeckt und alle Blitzer entdeckt.<br /><br />Das ist beim Öffis nutzen genauso. Die ersten zwei drei Fahrten sind auf Orientieren ausgelegt und dann zum Erkunden und dann auf optimiert alle Verbindungen und Wege kennen, die Busfahrer kennen und begrüßt werden. Irgendwann fließen die Umstiege und es wechseln die Seiten des spannenden Buches.</p>								</div>
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									<p><strong>4. Was wenn die Verbindung ausfällt, der Bus schon durchgefahren ist und ich nicht mehr nach Hause komme</strong></p><p class="twocolumn">Dann gibt es eine fantastische Geschichte zu erzählen, die dann doch gut ausgegangen ist, weil die Nachbarin auch grad in dem Zug saß und einen mit nach Hause nimmt. Oder wir erleben, dass gar nichts passiert, wenn das passiert. Es passiert nur, dass wir eine halbe Stunde länger Zeit für uns hatten, in denen wir nichts tun konnten außer nachdenken, Zeitung lesen, einen Freund anrufen oder eben Löcher in die Luft zu gucken und zu atmen. Die Gesundheitskasse dankt es!</p><p>Wem weitere Gründe gegen Öffis einfallen – bitte einsenden und wir finden einen Gedankenumdreher und machen diese Sorge zu einem Mikroabenteuer.</p>								</div>
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									<p><strong>Kommen wir zu den Punkten, die ÖPNV tatsächlich nutzbarer machen, ein Exkurs in meine Wunschvorstellungen:</strong></p><p class="twocolumn">Wie wäre es, wenn wir schon zuhause wüssten, wie viele Parkplätze noch auf dem Park&amp;Ride Parkplatz frei sind und wenn wir wüssten, ob der Zug pünktlich kommt, voll ist und wie die alternative Route wäre, sollte etwas auf dem Weg dazwischen kommen? Und wie wäre es, wenn nicht nur der Bus und die Bahn zu den Öffis zählen würden, sondern auch Fahrräder, E-Roller und Taxen für die Wege zur Verfügung stünden? Wie wäre es, wenn das Rad einfach mit könnte und die letzten drei Kilometer von der Haltestelle zum Ziel mit diesem zurückgelegt werden könnten.<br /><br />Wie wäre es, wenn wir eine aktuelle und schnelle Übersicht darüber hätten, wann welcher Bus wohin fährt und welche Züge erreicht werden?<br /><br />Wie wäre es, wenn die Umstiegsorte einen schönen Aufenthalt garantieren, mit Zugang zu Toiletten, zu Essen und Trinken. Wenn wir an diesem Ort unser Paket aus der Paketstation entgegen nehmen könnten, das Fahrrad sicher abstellen könnten.<br /><br />Wie wäre es, wenn die Verbindungen und Takte so unkompliziert und einfach und sinnvoll wären, dass es einfach einfach ist. Der Gesellschaft würde es sehr gut tun. Aus mehreren Gründen: Die Anzahl der Unfälle sinkt, die Anzahl der Verletzten sinkt. Die Kosten, die sich aus Verkehrsunfällen für Gesellschaft ergeben, sinken. <br /><br />Die Gesellschaft würde noch aus weiteren Gründen profitieren: Wir würden Menschen sehen, treffen, die wir sonst gar nicht mehr treffen würden. Wir würden aus unseren sogenannten Blasen herauskommen, mit anderen Lebensentwürfen in Kontakt kommen, als mit unseren eigenen. Wir könnten uns inspirieren lassen, Buchtitel lesen, auf die wir selbst nie kommen würden, wir würden Menschen treffen, die Geschichten und Leben zu teilen haben. Das was früher so selbstverständlich war, was wir jetzt versuchen durch Format x und Bürgertreff Y versuchen wiederzubeleben, wäre einfach da. Einfach so, auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg zurück und auf dem Weg woanders hin.<br /><br />Wir hätten besseren Zugang zu Jobs, zu Bildung, zu Kultur und Sport. Öffis bringen Menschen von A nach B. Ohne Auto und ohne Öffis kein Ankommen bei B. Das B ist aber so viel mehr als ein mögliches Ziel: Es ist der Verein, in dem die Freunde Fußballspielen. Es ist der Arbeitgeber, der Ausbildung anbietet. Es ist der Sprachkurs, der Integration möglich macht. Es ist die Schule mit Schwerpunkt Mathematik oder Kunst, die ausschlaggebend unseren Lebensweg beeinflusst.<br /><br />Für Arbeitgeber sind Öffis die Verbindung zu Personal. Für Junge Menschen sind Öffis Shuttleservice und Selbstständigkeit, Bewegungsfreiheit, Anschluss. Für die Gastro, den Tourismus, für das Theater sind die Öffis Zufluss von Gästen. Für Dörfer sind die Öffis Lebensadern, die Orte und Menschen verbinden, sie am Leben halten. Für Kommunen sind Öffis ein Entscheidungsmerkmal für die Frage „Ziehen wir dahin oder nicht?“ Öffis machen Orte erreichbar.<br /><br />Um nun den Ausstieg zu bekommen aus dem „Was Öffis im besten Fall alles sein können“ in ein „was ist realistisch drin“, hier nun umsetzbare Ideen, die dazu beitragen, dass sich die Investition in den ÖPNV für deutlich mehr Menschen lohnt, als es jetzt der Fall ist.</p>								</div>
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									<p>1. Einbindung von Taxiunternehmen in die Bedienung von Strecken, die wenig Fahrgäste haben</p><p>2. Einbindung von E-Rollern, Mietautos, Leihrädern, die das Netz unkompliziert ergänzen und erweitern</p><p>3. Eine Integrale Taktfahrplanung (ITF), die Buslinien so miteinander vertaktet, dass Umstiegszeiten optimiert und Abfahrtzeiten leicht merkbar, zuverlässig und engmaschiger sind. Die Knotenpunkte bieten größtmögliche Anbindung in alle Richtungen.</p><p>4. Bürgerbusse und On-DemandBus-Angebote, die mit kleinem Aufschlag bei Bedarf flexibel und ohne Linienbindung Zusatzbedarfe abdecken</p><p>5. Autonome Fahrzeuge etablieren</p><p>6. Mobilitätsbedarfe reduzieren, Dörfer wiederbeleben und mit Grundversorgung ausstatten</p><p>7. Rufbus-Nutzung transparenter und bekannter machen</p><p>8. Infos zu Fahrzeiten, Auslastung, Parkplatzsituation vor Ort in die Apps einbinden</p><p>9. Zugänge zu Toiletten, Lademöglichkeiten und Grundversorgung sicherstellen</p><p>10. Aufenthaltsorte so angenehm wie möglich gestalten.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Fazit: Ist der ÖPNV in seiner <br>aktuellen Ausprägung nötig?</h4>				</div>
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									<p>Zum Ende der Versuch, die ursprünglichen Fragen kurz und auf den Punkt zu beantworten:</p><p><strong>Welche Bedeutung hat der ÖPNV? </strong></p><p class="twocolumn">Er hat die Bedeutung, die man ihm gibt. Ist er den Menschen egal, spielt er nur für einige Menschen eine wichtige Rolle. Erkennen wir die Vorteile, Nebeneffekte und gesellschaftlichen Wert, geht die Bedeutung schnell nach oben.</p><p><strong>Ist diese Bedeutung begründet oder würde es mehr Sinn machen, das mit den Bussen (und Radwegen) einfach bleiben zu lassen? </strong></p><p class="twocolumn">Die potenzielle Bedeutung ist begründet. Und zwar darin, dass die Öffis eh für die Schulbeförderung da sein müssen und da sind. Vergrößern wir ein stückweit den Fokus auf die vielschichtigen Potenziale des ÖPNV, kann er im Zusammenspiel mit allen anderen Verkehrsmitteln, einer guten Radwege- und Ladeinfrastruktur, guten Straßen und Gehwegen die Mobilität des Landkreises deutlich verbessern und insbesondere erwachsenen Menschen ohne Auto und Führerschein, Jugendlichen, Kindern und pendelnden Menschen das Leben erleichtern und mehr Möglichkeiten geben. Allen anderen stünde dieses Gut dann ebenfalls gut nutzbar zur Verfügung.</p><p><strong>Sollten wir das Geld anderweitig für Kreisaufgaben einsetzen?</strong></p><p class="twocolumn">Ja, auch. Der ÖPNV in seiner formellen Betrachtung ist der Bus, die Bahn, die Fähre. Gleichzeitig ist ÖPNV nicht losgelöst, sondern eingebettet in Fuß- und Radverkehr, ist ein Puzzlestück in der Gesamtlösung Mobilität. Die anderen Puzzlestücke heißen gute Straßen, Ladeinfrastruktur, Radwege, barrierearme, sichere Fußwege, lebendige Dorfstrukturen vor Ort, Schulen vor Ort, Wohn- und Arbeitsorte vor Ort, medizinische Versorgung vor Ort. ÖPNV ist nicht Selbstzweck, sondern Werkzeug, um möglich zu machen, was Menschen brauchen und wollen.</p><p><strong>Wer profitiert?</strong></p><p class="twocolumn">Menschen, Gemeinden, Wirtschaft, Arbeitgeber, Schulen, Schülerinnen, Arbeitssuchende, Kulturinteressierte, Vereinsmitglieder, Nachbarortsteile, Dorffeste, Trödelmärkte, Osterfeuer.</p><p class="twocolumn"><strong>Mein persönliches Fazit:</strong></p><p class="twocolumn">Ja, der ÖPNV ist nötig. Er deckt die Pflichtaufgabe Schulbeförderung ab und geht weit darüber hinaus. Die Nutzung ist jedem Menschen in Märkisch-Oderland möglich. Das ist sehr wichtig und sehr richtig. Zur Ausprägung, zum wie er aktuell gestaltet ist, sage ich: das ist schon gut und bewährt, so wie es ist ABER es ist viel Luft nach Oben. Viele kleine und große Stellen könnten optimiert und verbessert werden. Beginnend von Fahrradstellplätzen an der Haltestelle, über Lademöglichkeiten im Bus, bis zur perfekten Vertaktung und bedarfsorientierten Erweiterungsangeboten auf Zuruf ist viel möglich. Was es dazu braucht ist Wille und die Erkenntnis, was ÖPNV für die Gesellschaft bedeutet, was ÖPNV alles verbindet, welche Möglichkeiten durch ÖPNV für uns eröffnen.</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Servicehinweise</h2>				</div>
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									<ul style="margin-left: 25px;"><li>In den Apps der BVG, VBB und DB können Fahrkarten für die Busse in MOL gekauft werden. Es können Tickets auch beim Fahrer, den Vorverkaufstellen oder am Automaten gekauft werden.</li><li>Es gibt Monatskarten, Einzelfahrausweisen, Tages- und Wochenendtickets, Tickets für Schüler/innen und Auszubildende, Gruppenkarten.</li><li><strong> Eine Empfehlung für Schüler/innen und Auszubildende: das VBB-Freizeit-Ticket </strong>für 17,20 €/Monat. Damit können vorhandene Monatskarten, Abonnements, Jahreskarten und Schüler-Fahrausweise, monatlich auf das VBB-Gesamtnetz erweitert werden. Mit dem VBB-Freizeit-Ticket kann man montags bis freitags ab 14:00 Uhr sowie ganztägig am Wochenende, an Feiertagen und in den Schulferien, in ganz Berlin und Brandenburg mit allen Bus- und Bahnlinien fahren, d. h. mit dem Eisenbahn-Regionalverkehr, der S- und U-Bahn, mit der Straßenbahn, dem Bus und der Fähre.</li><li>4. Auf der Webseite vom VBB kann man live die Busse verfolgen und schauen, wo sie sind.</li></ul>								</div>
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												<figure class="wp-caption">
										<img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="576" src="https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/03/MOL-Box-Proetzel-klein.jpg?fit=768%2C576&amp;ssl=1" class="attachment-medium_large size-medium_large wp-image-5785" alt="" srcset="https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/03/MOL-Box-Proetzel-klein.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/03/MOL-Box-Proetzel-klein.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/03/MOL-Box-Proetzel-klein.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/03/MOL-Box-Proetzel-klein.jpg?resize=450%2C338&amp;ssl=1 450w, https://i0.wp.com/mol-blick.de/wp-content/uploads/2026/03/MOL-Box-Proetzel-klein.jpg?resize=800%2C600&amp;ssl=1 800w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" />											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Mit dem Fahrrad zum Bus: Dank MOLBOX steht das Rad sicher und geschützt, wie hier in Prötzel (Foto: cvg)</figcaption>
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